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Kolumne Krogerus & TschäppelerHofstadters Gesetz: Warum immer alles länger dauert als geplant


Sie kennen vermutlich Murphy’s Law: Alles, was schiefgehen kann, geht schief. Aber Murphy hatte einen Bruder im Geiste, der die Tücken des menschlichen Lebens noch viel besser beschrieb: Douglas Hofstadter.

Foto: Roman Tschäppeler

An der Universität von Waterloo in Ontario, Kanada, bat man Studierende vorherzusagen, wie lange sie brauchen würden, um ihre Abschlussarbeit zu schreiben. Im Schnitt schätzten sie: 34 Tage. Also etwas mehr als einen Monat. Sie sollten aber auch schätzen, wie lange es dauern würde, wenn alles glatt liefe (27 Tage), und was das absolute Worst Case-Szenario wäre (48 Tage). Was glauben Sie, wie lange die Studierenden tatsächlich brauchten, um ihre Abschlussarbeit fertigzustellen?

Richtig: länger.

Deutlich länger.

Im Schnitt 55 Tage. Also eine ganze Woche länger als das Worst Case-Szenario und fast drei Wochen länger als die durchschnittliche Schätzung. Die Studierenden waren nicht neu im Studium, sie hatten schon viele Semesterarbeiten geschrieben, warum also haben sie sich derart verschätzt?

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