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Kritik an Basta-KandidatinWarum distanzieren Sie sich erst jetzt, Frau Mück?

Die Basler Regierungskandidatin Heidi Mück trat in Vergangenheit als Unterstützerin einer antisemitisch gefärbten Bewegung auf. «Heute habe ich eine differenziertere Haltung», sagt sie im Interview.

Basta-Regierungskandidatin Heidi Mück politisiert pointiert links.
Basta-Regierungskandidatin Heidi Mück politisiert pointiert links.
Foto: Pino Covino

Frau Mück, Sie haben sich am Tag Ihrer offiziellen Kandidatur von der antisemitisch gefärbten Bewegung namens Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen gegen Israel distanziert. Bis dahin waren Sie auf der Website der Bewegung als Unterstützerin aufgeführt. Warum erst jetzt?

Heidi Mück: Ich hatte den Boykott-Aufruf von BDS vor 14 Jahren unterschrieben. Das tat ich aus Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung. Ich stehe dazu, dass ich das getan habe. Im Wahlkampf 2016 bin ich dafür kritisiert worden, und ich gab mehrere Stellungnahmen ab. Ich distanzierte mich klar von BDS, ich war weder Mitglied noch Anhängerin, das hielt ich sogar schriftlich fest. Dann war es vier Jahre lang ruhig, und ich hatte wirklich das Gefühl, ich hätte meine Haltung klarmachen können und die Menschen hätten es verstanden. Diese Woche musste ich zur Kenntnis nehmen, dass das nicht so ist. Deshalb musste ich reagieren und habe mich entschieden, darum zu bitten, dass der Eintrag von der Website gelöscht wird. Weil das aber immer noch nicht reichte, hatte ich Kontakt mit Vertreterinnen von jüdischen Organisationen. Diese Personen berieten mich sehr gut. Daraufhin habe ich die erwähnte Stellungnahme ausgearbeitet und publiziert, und damit möchte ich einen Schlusspunkt setzen. Ich möchte mich auf meine Kernthemen konzentrieren können.

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