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Corona-Krise im DreilandWarum das Elsass so viele Tote beklagt

Zahlen und Vergleiche helfen nicht weiter bei der Frage, warum es den französischen Nachbarn so stark trifft. Viel mehr offenbaren sich Fehler in der Vergangenheit und das Zögern der französischen Politik. Eine Spurensuche.

Die Zahl der Intensivpatienten brachte die Elsässer Spitäler rasch an ihre Grenzen. Die Ärzte mussten Patienten in kritischem Zustand in Spitäler im Landesinnern, in Deutschland und der Schweiz verlegen. Mehrere erlagen der Infektion.
Die Zahl der Intensivpatienten brachte die Elsässer Spitäler rasch an ihre Grenzen. Die Ärzte mussten Patienten in kritischem Zustand in Spitäler im Landesinnern, in Deutschland und der Schweiz verlegen. Mehrere erlagen der Infektion.
Foto: Jean-François Badias (Keystone)

Jeden Tag stieg die Zahl der Toten weiter, als wäre es der Beginn der Apokalypse. Dazu die Fernsehbilder und Fotos in den Zeitungen, die Berichte von Patienten, deren Leben nur noch an einem Beatmungsschlauch hing. Im Elsass hat das Coronavirus seit Ausbruch über 1000 Tote gefordert, und die Ärzte stiessen an ihre Leistungsgrenze, sodass ihnen nichts mehr anderes übrig blieb, als Hilfe von aussen anzufordern. Nur wenige Kilometer entfernt, in der Region Basel und Südbaden, stiegen die Fallzahlen zwar ebenfalls, aber weniger rasch, und es starben deutlich weniger Menschen. Wie ist das zu erklären?

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