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Beide Ständeräte im Jura wiedergewählt

SVP verliert im Jura ihren Nationalratssitz an CVP.

Im Amt bestätigt: Claude Hêche (SP).
Im Amt bestätigt: Claude Hêche (SP).
Keystone

Im Kanton Jura muss nach nur vier Jahren Dominique Baettig (SVP) seinen Sitz im Nationalrat wieder abgeben. Nutzniesserin ist die CVP mit Jean-Paul Gschwind, der den Sitz für die Christlichdemokraten erobert.

Damit konnte die C-Partei ihren 2007 an die SVP verloren gegangenen Sitz zurückerobern. Den zweiten Nationalrat stellt die SP, vertreten durch Pierre-Alain Fridez. Die SP kann damit ihren Sitz verteidigen. Fridez tritt nämlich damit die Nachfolge von Parteikollege Claude Rennwald an.

Laut definitiven Auszählungen erhielt Pierre-Alain Fridez mit 7132 am meisten Stimmen, gefolgt von Gschwind (6556). Baettig folgt abgeschlagen auf dem fünften Platz mit nur gerade 2945 Stimmen. Der SVP-Mann war vor vier Jahren dank einer Listenverbindung mit der FDP unerwartet in die Grosse Kammer gewählt worden.

Gegenüber 2007 konnte die CVP im Jura kräftig an Wähleranteil zulegen - von 25 auf 33,2 Prozent. Die SP kommt aktuell auf 30,8 Prozent. Mit 15,5 Prozent wird die SVP zur drittstärksten Kraft im Kanton vor der FDP mit 9,5 Prozent. Die Stimmbeteiligung bei den jurassischen Nationalratswahlen lag nach Angaben der jurassischen Staatskanzlei bei 46,1 Prozent.

Keine Überraschung im Ständerat

Mit Claude Hêche (SP) und Anne Seydoux-Christe (CVP) wurden die beiden bisherigen Ständeräte in ihrem Amt definitiv bestätigt.

Seydoux-Christe und Hêche waren die ganze Zeit unbestritten. Mit 10'427 Stimmen erzielte Hêche das beste Resultat. Die zweitplatzierte Seydoux-Christe erhielt 8757 Stimmen.

Die Stimmbeteiligung der Ständeratswahlen betrug 44,8 Prozent. Im Kanton Jura werden die Ständeräte wie auch in Neuenburg nach dem Proporzsystem gewählt.

Abstimmung: Kein neues Ausbildungszentrum für Arbeitslose

Das jurassische Arbeitslosen-Ausbildungszentrum Efej wird nicht von Bassecourt nach Courtételle verlegt. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons haben am Sonntag einen entsprechenden 11-Millionen-Franken-Kredit zurückgewiesen.

Die Vorlage wurde mit 12'612 zu 9442 Stimmen abgelehnt. Die Stimmbeteiligung betrug 43,8 Prozent. Die Stimmbürger stellten sich damit in der Referendumsabstimmung gegen Regierung und Parlament, welche das neue Zentrum befürwortet hatten.

Von den elf Millionen Franken hätte der Kanton Jura nur 3,6 Millionen Franken aufbringen müssen. Den Rest hätte der Bund übernommen - durch einen ausserordentlichen Zuschuss und durch ein zinsloses Darlehen.

Für die Gegner der Vorlage ist die Renovation des Zentrums in Bassecourt trotzdem die weniger kostspielige Variante. Das Referendumskomitee bemängelte zudem eine mangelnde Transparenz der Vorlage. Die Regierung hält die heutigen Räumlichkeiten des Zentrums für ungenügend.

SDA

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