Zum Hauptinhalt springen

Hilfspaket verabschiedetBund prüft Steuergelder für den Profisport

Der Bundesrat verabschiedet die Verordnung zu den Darlehen für den Mannschaftssport. Zudem laufen Abklärungen betreffend A-fonds-perdu-Beiträgen.

Der Bundesrat hat beschlossen, dass die Ligen im Fussball und Eishockey für Kredite nicht mehr solidarisch haften müssen.
Der Bundesrat hat beschlossen, dass die Ligen im Fussball und Eishockey für Kredite nicht mehr solidarisch haften müssen.
Foto: Keystone
Aber der FCB und alle anderen Proficlubs in der Schweiz – ob Fussball oder Eishockey – müssen abwarten.
Aber der FCB und alle anderen Proficlubs in der Schweiz – ob Fussball oder Eishockey – müssen abwarten.
Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)
Erst Anfang Dezember soll über weitere Massnahmen definitiv entschieden werden.
Erst Anfang Dezember soll über weitere Massnahmen definitiv entschieden werden.
Foto: Ennio Leanza (Keystone)
1 / 4

Das Hilfspaket des Bundes für den Mannschaftssport war seit Mai geschnürt. In seiner Sitzung vom Mittwoch hat der Bundesrat nun die dazugehörige Verordnung zu den Darlehen verabschiedet. Für die Proficlubs werden die Bezugsbedingungen insofern erleichtert, als die Ligen im Fussball und Eishockey für Kredite nicht mehr solidarisch haften müssen.

Zudem hat das Parlament den Kreis der Berechtigten auf den semiprofessionellen Mannschaftssport ausgedehnt. Namentlich handelt es sich um Basketball, Handball, Unihockey, Volleyball sowie Fussball und Eishockey der Frauen. Die Clubs müssen jeweils in der höchsten Liga spielen.

Bundesrätin Viola Amherd erklärte zudem an der Pressekonferenz, ihr Departement (VBS) habe den Auftrag erhalten, bis 15. November zu analysieren, ob für den professionellen und semiprofessionellen Sport zusätzlich zu den Darlehen A-fond-perdu-Beiträge gewährt werden sollen.

Die wichtigsten Punkte des verabschiedeten Pakets:

• Der Breitensport erhält im Jahr 2020 und 2021 je 100 Millionen Franken. Die Beiträge werden à fonds perdu gesprochen.

• Den Proficlubs im Fussball und Eishockey stehen für die beiden Jahre Darlehen von jeweils 175 Millionen Franken zur Verfügung. Der Bund kann einzelne Clubs mit zinslosen Darlehen in der Höhe von bis zu einem Viertel ihres Betriebsaufwands der Saison 2018/2019 unterstützen.

• Die Rückzahlungsfrist beträgt maximal zehn Jahre. Doch müssen jene Clubs, die das Geld nicht innerhalb von drei Jahren zurückzahlen, die Löhne um maximal einen Fünftel kürzen. Dies beschränkt sich auf Löhne von über 148’000 Franken.

• Der Bund gewährt Rangrücktritt auf die Darlehen, sofern dadurch die Ausgangslage für die Rückzahlung verbessert werden kann.

• Das Hilfsangebot läuft bis Ende 2021.

5 Kommentare
    Martina Müller

    Übrigens: Ich sehe mir auch gerne Fussball- und Eishockeyspiele an, so ist es nicht. Aber wenn ich dann gleichzeitig höre, Herr Maurer kann nicht nochmals 30 Milliarden sprechen, frage ich mich schon, ob ein solcher Entscheid zum jetzigen Zeitpunkt wirklich sensibel ist