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Kunstmuseum BaselVon Sophie Taeuber bis Camille Pissarro

Das Kunstmuseum Basel zeigt im nächsten Jahr grosse Ausstellungen mit Sophie Taeuber-Arp, Kara Walker und Camille Pissarro.

Pionierin der Abstraktion. Nic Aluf: «Porträt von Sophie Taeuber-Arp»  (1920).
Pionierin der Abstraktion. Nic Aluf: «Porträt von Sophie Taeuber-Arp» (1920).
Foto: Stiftung Arp e.V., Berlin

Während die Vorbereitungen für die grosse Rembrandt-Ausstellung, die Ende kommender Woche eröffnet, auf Hochtouren laufen, hat das Kunstmuseum Basel am Freitag bekannt gegeben, dass für das Jahr 2021 drei grosse Sonderausstellungen geplant sind. Im Zentrum der ersten beiden Ausstellungen stehen die Künstlerinnen Sophie Taeuber-Arp und Kara Walker, die dritte Ausstellung ist dem Impressionisten Camille Pissarro gewidmet.

Sophie Taeuber-Arp

Im Frühling präsentiert das Kunstmuseum Basel in einer grossen Retrospektive das Gesamtwerk der Schweizerin Sophie Taeuber-Arp (1889–1943), einer der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie war eine Pionierin der Abstraktion und nimmt in der Entwicklung der modernen Kunst eine Schlüsselposition ein. Die Ausstellung, die von Eva Reifert kuratiert wird, geht auf eine Initiative des Museum of Modern Art zurück und wird nach der Basler Premiere weiterreisen an die Tate Modern in London und dann nach New York.

Politische Kunst. Kara Walker in ihrem Studio (2019).
Politische Kunst. Kara Walker in ihrem Studio (2019).
Foto: © Photo Ari Marcopoulos

Kara Walker

Im Sommer wird das zeichnerische Werk der afro-amerikanischen Künstlerin Kara Walker, Jahrgang 1969, gezeigt. Walker thematisiert in ihrer Kunst Themen wie Rassismus, Geschlecht, Sexualität und Gewalt. Die Künstlerin wird in der von Anita Haldemann kuratierten Ausstellung unter anderem auch Werke zeigen, die sie in ihrem Atelier über Jahrzehnte unter Verschluss gehalten hat.

«Vater» der Impressionisten. Camille Pissarro: «Femme au fichu verte» (1893).
«Vater» der Impressionisten. Camille Pissarro: «Femme au fichu verte» (1893).
Foto: © RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay)

Camille Pissarro

Die Sonderausstellung im Herbst ist Camille Pissarro (1830–1903) gewidmet, dem wohl am wenigsten bekannten Impressionisten. Es ist die erste Retrospektive in der Schweiz seit über 60 Jahren. Pissarro gehört zu den grossen Vermittlern und Anregern der neueren Kunstgeschichte. Cézanne bezeichnete Pissarro als «le père de nous tous», ein deutlicher Hinweis auf die Bedeutung dieses bis heute unterschätzten Künstlers für die Moderne. Die Ausstellung wird von Museumsdirektor Josef Helfenstein kuratiert.

Joseph Beuys

Ergänzt wird das Programm durch kleinere Ausstellungen mit Zeichnungen von Brice Marden und Tacita Dean. Das Kunstmuseum Basel Gegenwart zeigt sodann unter dem Titel «Continuously Contemporary» Sammlungswerke der Emanuel-Hoffmann-Stiftung und legt einen besonderen Fokus auf die Werke von Joseph Beuys, die sich in der Sammlung des Kunstmuseums befinden. Der 1986 in Düsseldorf verstorbene Künstler wäre 2021 hundert Jahre alt geworden.

1 Kommentar
    Marco Moser

    "Das Kunstmuseum Basel zeigt im nächsten Jahr grosse Ausstellungen mit Sophie Taeuber-Arp, Kara Walker und Camille Pissarro."

    Was darf man sich unter "grosse Ausstellungen" nun wirklich vorstellen ?