Zum Hauptinhalt springen

MimpfeliVon einem Mann, der nicht «mein Mann» ist, und Muffensausen

Wie sollte ich ihn nennen? «Lebenspartner» fand ich total blöd. Lebensabschnittspartner» – das ging gar nicht. Und «mein Papilein» – nein. Er ist einfach Innocent.

Als der gütige Schwiegerpapa (der natürlich nicht mein Schwiegerpapa war) den 95. feierte, wollte er sein liebes Mummilein, von dem er seit einem Jahrzehnt abstinent lebte, wieder einmal sehen.
Als der gütige Schwiegerpapa (der natürlich nicht mein Schwiegerpapa war) den 95. feierte, wollte er sein liebes Mummilein, von dem er seit einem Jahrzehnt abstinent lebte, wieder einmal sehen.
Illustration: Rebekka Heeb

«…UND BRINGEN SIE DOCH IHREN MANN MIT!»

Ich bin nur Fragezeichen.

ERSTENS HABE ICH KEINEN MANN.

Und zweitens könnte ich den ja nicht wie einen Hund einfach an jeden Hühnerscheiss mitschleppen. Herr Innocent knurrt doch schon, wenn er den Abfall für mich trennen muss! UND ER IST NICHT DAS, WAS ICH «MEINEN MANN» nennen würde. «Mon Cauchemare» – ist die treffendere Variante.

Natürlich haben wir «geheiratet». Und wenn ich mir dies auch mit ellenlangem Schleier und einem fliederigen Brautstrauss ausgemalt habe – ES WAR KEINE HOCHZEIT! Es war das, was Innocent auf ureigene Art programmiert hatte: «Jetzt geben wir rasch mal die Unterschrift auf dem Amt ab – dann treffe ich mich mit drei Bierbrauern im Büro!»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.