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10 Fernsehtipps zu OsternVon Barry Lyndon bis Winnetou

Bleiben Sie zu Hause – heisst es. Die BaZ-Kulturredaktion empfiehlt, was Sie sich in der Isolation anschauen können.

Winnetou

Pierre Brice als Winnetou und Lex Barker als Old Shatterhand. Kroatien fungiert hier stellvertretend für den Wilden Westen. Zugegeben, die Harald-Reinl-Filme aus den 60er-Jahren sind nicht das ganz grosse Kino. Aber für viele von uns Meilensteine ihrer Jugend. Und dann diese Musik von Martin Böttcher … Die ARD zeigt über die Ostertage auch die anderen Teile von «Winnetou». Und auf Kabel Eins laufen weitere Karl-May-Filme. Karfreitag, ARD, 12.50 Uhr

Jäger des verlorenen Schatzes

Diese Spinnen am Anfang in der Höhle, die möchte man nicht am eigenen Rücken krabbeln haben. Und dann erst die Schlangen! All diese Hindernisse, die sich dem tapferen Forscher in den Weg stellen! Der trockene Humor Marke Indiana Jones lockert das Ganze auf. Besseres Abenteuerkino gibt es nicht. Tempo, Story, Darsteller – alles gelungen. Und natürlich hat man den Film schon x mal gesehen. Tut nichts zur Sache. Karfreitag, SRF 2, 22.05 Uhr

The Drop

Dennis Lehane ist nicht nur ein cooler Typ, er schreibt auch wirklich coole Geschichten; und weil das Hollywood entdeckt hat, lebt er jetzt an der Westküste der USA statt im heimatlichen Boston. Dort aber spielt «The Drop». Es geht um eine etwas lusche Bar, um einen Überfall und Verwicklungen innerhalb irischer Banden. Tom Hardy, Noomi Rapace und der grosse James Gandolfini in einer seiner letzten Rollen. Samstag, Pro 7, 01.10 Uhr.

Monty Python’s Life of Brian

Okay, manche mögen es blasphemisch finden, ausgerechnet diesen Film als Tipp über die Osterfeiertage zu empfehlen. Dazu sei gesagt: Wir verweisen hier a) auf ein Meisterwerk, b) auf britischen Humor, c) auf den Samstag, der ist streng genommen nicht furchtbar heilig. Und der Monty-Python-Truppe war auch fast nichts heilig. Da singen die Gekreuzigten, da gehts um Sex, Sex, Sex und Blinde, die … Nun ja. Britischer Humor eben. Samstag, RTL 2, 20.15 Uhr.

Harry und Sally

Auch das ein Klassiker – allerdings in der Sparte leichtfüssige Komödie. Und ganz klar: Manches an «When Harry met Sally» ist 31 Jahre nach dem Erscheinen «dated», also etwas verstaubt oder veraltet. Aber den guten Filmen ist eigen, dass sie auch mit grosser zeitlicher Distanz noch funktionieren. Und zur Orgasmus-Szene von Meg Ryan und Billy Crystal ist zu sagen: Die ist und bleibt ein Highlight. Ein Höhepunkt sozusagen. Samstag, SRF 2, 21.55 Uhr

Zeit des Erwachens

Nach der leichten Kost nun etwas Schweres – mit einigen heiteren Momenten gespickt. «Zeit des Erwachens» ist ein Film über Koma-Patienten. Dem Arzt Malcolm Sayer gelingt es, die Menschen wieder ins Leben zurückzuholen. Für immer? Die Geschichte – von Penny Marshall verfilmt – basiert auf den Erfahrungen von Oliver Sacks. Robin Williams und Robert De Niro in den Hauptrollen sind eine optimale Besetzung.Samstag, 3 Sat, 22.45 Uhr.

Barry Lyndon

Ein Film, dessen Innenszenen ohne Kunstlicht gedreht wurden. Ein Film, von einem Genie des Genres realisiert, einem Besessenen, einem grossen Künstler. Stanley Kubrick drehte «Barry Lyndon» 1975 mit Ryan O’Neal in der Hauptrolle. Opulent, detailversessen, wuchtig und faszinierend. Nicht umsonst wurde das über zweistündige Werk mit vier Oscars ausgezeichnet, darunter der Preis für die beste Kamera.Ostersonntag, Arte, 20.15 Uhr

The Tale – die Erinnerung

Leider hat es «The Tale» der amerikanischen Regisseurin Jennifer Fox nicht in die Kinos geschafft. (Ausser ins Basler Stadtkino!) In den USA hat sich HBO die Rechte gesichert und zeigt den Film über missverstandene Liebe, sexuellen Missbrauch und eine späte Einsicht über seine Streaming-Kanäle. Wie das schwere Thema hier beleuchtet wird, wie Fox die Geschichte aufrollt, ist speziell. Und speziell sehenswert.Ostermontag, ZDF, 00.20 Uhr.

Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen

Die Aardman-Studios hatten mit brillanten Kurzfilmen schon rund um die Jahrtausendwende für Aufsehen gesorgt und Preise eingeheimst. Von den Knetfiguren, die plötzlich so lebendig wirkten, geht auch ein ganz eigener Zauber aus. Mit «Die Jagd nach dem Riesenkaninchen» und den beiden Helden Wallace (Mensch) und Gromit (Hund) gelang der Sprung zum abendfüllenden Spielfilm. Ein Vergnügen der besonderen Art.Ostermontag, ORF 1, 10.10 Uhr

E.T.

Dieser grosse Kopf, diese riesigen Augen – und dann dieser inbrünstige Wunsch, endlich heimzukehren. «E.T. phone home» ist ein Satz, der sich einer ganzen Generation von Kinogängerinnen und Kinogängern eingeprägt hat. Eine gefühlsbetonte Science-Fiction-Märchen-Saga, wie sie in dieser Weise vermutlich niemand anders als Steven Spielberg hätte drehen können. 38 Jahre ist «E.T.» alt – ein Wiedersehen macht Freude.Ostermontag, SRF 2, 20.10 Uhr.