Zum Hauptinhalt springen

MimpfeliVom «Buggeli-Turnen» und den gepflückten Seidenblumen

Wie der Buckel verschwand und sich der Bauch wölbte – ganz von allein, ohne Turnen und Übungen.

-minu war der Gender-Bibel weit voraus: Er mochte Farben in allen Regenbogenmöglichkeiten.
-minu war der Gender-Bibel weit voraus: Er mochte Farben in allen Regenbogenmöglichkeiten.
Illustration: Rebekka Heeb

«Ja Himmeldoria! Musst du eigentlich stets tänzeln wie eine abgehalfterte Ballettlehrerin?» Meiner Mutter war es so etwas von wurst, eine schrille Schwuchtel grosszuziehen. Aber sie mochte es nicht, wenn ich den Finger beim Tee spreizte, den linken Arm vom Ellbogen ausstreckte und tänzelte wie die Damen im Rokoko. Sie wurde dann leicht bissig: «Hör mal, Tucki, es ist nicht schlimm, schwul zu sein – aber es ist schlimm, wenn man daraus eine Hymne macht.»

Mein gütiger Vater, der auf weiss Gott sturen Trämler-Schienen sein Geld einfuhr, nahm es lockerer: «Ich finde es nett, wenn er wippt. Er hat dann so etwas Elfisches.» Die Gattin verdrehte die Augen: «Eine Elfe mit Plattfüssen und 120 Pfund Frischspeck am Ranzen – nein, Hans. Das wollen wir beide nicht. Er muss richtig gehen lernen.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.