Zum Hauptinhalt springen

Vermischtes aus der Region+++ Vandalenakt in Pfeffingen +++ Hacker haben versucht, den Kanton Basel-Stadt zu erpressen

Und: Liestaler Banntag wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt

LIVE TICKER BEENDET

Mehrere Fahrzeuge zerkratzt - hoher Sachschaden

In der Nacht auf Sonntag wurden am Steingrubenweg in Pfeffingen mehrere Personenwagen und ein Motorrad mutwillig mit einem spitzen Gegenstand zerkratzt. Es entstand beträchtlicher Sachschaden. Die Polizei Basel-Landschaft sucht Zeugen. Personen welche im erwähnten Gebiet verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben (Personen, Geräusche, Fahrzeuge, etc.), werden gebeten, sich bei der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft in Liestal zu melden.

Hackerangriff auf Allgemeine Gewerbeschule

Die Allgemeine Gewerbeschule Basel ist zum Ziel eines professionellen Hackerangriffs geworden. Die IT-Abteilungen des Kantons und des Erziehungsdepartements versuchen, die Auswirkungen des Angriffs zu mindern und Daten zu retten.

Der Angriff auf die Schulserver wurde mit einem Erpresser-Troyaner durchgeführt, wie das Erziehungsdepartement am Freitag mitteilte. Sprecher Simon Thiriet sagt gegenüber «Online Reports», dass der Kanton von den kriminellen Tätern mit einem «hohen, sechsstelligen Betrag» erpresst worden sei.

Erste Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Software RYUK zum Einsatz gekommen sei, was auf professionelle Kreise schliessen lasse. Von solchen Angriffen seien gegenwärtig vor allem Spitäler und Bildungseinrichtungen betroffen.

Das Erziehungsdepartement vermutet, dass die Server durch das versehentliche Öffnen eines E-Mail-Anhangs infiziert wurde. Das Rechenzentrum sei isoliert und die Hostsysteme seien komplett heruntergefahren worden.

Um den Schulbeginn am Montag sicherzustellen, ist ein temporäres WLAN-Netz aufgeschaltet worden. Da die E-Mailsysteme betroffen sind, wurden die Lernenden und Lehrpersonen auf dem Postweg informiert.

Das Erziehungsdepartement erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Der Vorfall wurde überdies dem Nationalen Zentrum für Cybersicherheit gemeldet. (SDA)

Arbeitslosigkeit in beiden Basel geht zurück

In den beiden Basel haben sich die Arbeitslosenquoten im März unterschiedlich entwickelt. In Basel-Stadt blieb sie mit 4,3 Prozent stabil, was dem landesweiten Durchschnitt entsprach. In Baselland sank sie um 0,2 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent.

Im Kanton Basel-Stadt waren Ende März 4427 Menschen als arbeitslos registriert. Das waren 43 (0,1 Prozent) weniger als im Vormonat, aber 852 (21,3 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat, wie der am Freitag veröffentlichten Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zur Lage auf dem Arbeitsmarkt zu entnehmen ist.

Im Kanton Basel-Landschaft ist die Zahl der registrierten Arbeitslosen um 177 (4,1 Prozent) auf 4112 zurückgegangen. Gegenüber März des Vorjahres wurde indes eine Zunahme um 948 (23,6 Prozent) verzeichnet.

Die Zahl der Stellensuchenden ist im vergangenen Monat in Basel-Stadt um 55 auf 6735 angestiegen. In Baselland ging sie um 162 auf 6975 zurück. (SDA)

Vier Personen bei Hausbrand verletzt

Am Donnerstagabend ereignete sich an der Rebgasse in Reinach ein Wohnungsbrand. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen, vier Personen mussten aber mit Verdacht auf eine Rauchgas-Vergiftung ins Spital gebracht werden. Die Bewohner der übrigen Wohnungen mussten während den Löscharbeiten evakuiert werden, konnten ihre Wohnungen später jedoch wieder betreten. Die genaue Brandursache ist laut der Baselbieter Polizei noch nicht klar und Gegenstand weiterer Untersuchungen.

Junglenker rast mit 142 km/h über Gempenstrasse

Das Rasen auf der Gempenstrasse geht weiter: Am Donnerstag erwischte die Polizei im Rahmen einer Geschwindigkeitskontrolle einen Junglenker, der mit 142 km/h unterwegs war. Erlaubt sind auf diesem Strassenabschnitt 80 km/h. Beim Fahrer handelt es sich um einen 22-jährigen Deutschen. Er musste seinen Ausweis auf der Stelle abgeben und wird bei der Kantonspolizei Solothurn zur Anzeige gebracht.

Auf der Gempenstrasse sind immer wieder Schnellfahrer unterwegs, nicht selten verunfallen die Raser dabei. Erst am 31. März endete eine Fahrt für zwei junge Männer auf dieser Strasse tödlich. Der Raser vom Donnerstag wurde nur 200 Meter von dieser Unfallstelle mit erhöhter Geschwindigkeit kontrolliert.

Schmuggler in Basel an Grenze erwischt

Ein mit einem Einreiseverbot belegter Lieferwagen-Fahrer versuchte über den Grenzübergang Basel-Lysbüchel von Frankreich in die Schweiz zu gelangen. Der Fahrer war mehrfach ausgeschrieben und mit einem Einreiseverbot belegt worden. Bei einer anschliessenden Kontrolle kamen knapp zwei Tonnen unverzollte Lebensmittel sowie Zigaretten zum Vorschein. Rund 700 Kilogramm ungekühltes Geflügel- und Schweinefleisch, über eine Tonne Maniok sowie 600 Zigaretten, für die der Fahrer keine Zollanmeldung vorlegen konnte. Durch das Gewicht der Waren wurde zudem das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs um rund 430 Kilogramm überschritten.

Bild: Eidgenössische Zollverwaltung

Die Waren wurden nach der Einvernahme des Fahrers durch die Zollfahndung beschlagnahmt. Wegen des Einreiseverbots und dem Übergewicht des Fahrzeuges wurde der Fahrer anschliessend mitsamt seinen Effekten der Kantonspolizei Basel-Stadt übergeben.

Autotuner beim Hafen geschnappt

Am Donnerstagabend hat die Basler Polizei im Hafengebiet zwei Fahrer erwischt, die unerlaubte technische Veränderungen an ihren Fahrzeugen vorgenommen hatten. Ihnen droht eine Verzeigung an die Staatsanwaltschaft. Bei zwei weiteren Fahrern stellte die Polizei Mangelrapporte aus.

Bild: Polizei BS

Auf die Autoposer aufmerksam geworden war die Polizei durch einen Aufruf in den sozialen Medien, demzufolge sich die Fahrer auf einem Privatareal bei einer Tankstelle in Kleinhüningen treffen wollten. Die Polizei sperrte daraufhin das Areal und kontrollierte während zwei Stunden Autofahrer. Bereits vor einigen Wochen hatte die Polizei ihre Tätigkeit aufgrund eigener Beobachtungen und Meldungen aus der Bevölkerung im Hafengebiet erhöht.

Brand in Basler Einfamilienhaus

Am frühen Freitagmorgen kam es an der Falkensteinerstrasse in einem Einfamilienhaus zu einem Brandfall. Laut bisherigen Angaben der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft brach der Brand im Keller der Liegenschaft aus. Die Feuerwehr konnte das Feuer in kurzer Zeit löschen, das Haus wurde allerdings stark beschädigt. Zwei Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in die Notfallstation verbracht.

Die genaue Brandursache ist noch nicht geklärt und Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft.

Anwohner genervt: Bettler waschen Kleider im Brunnen

Zwei Bettler haben ihre Kleider in einem Brunnen im Gundeli gewaschen, was bei Anwohnern des Quartiers für Kritik sorgt. «20 Minuten» publizierte am Donnerstag ein Video, auf dem die Bettler beim Waschen zu sehen sind. Das Video wurde offenbar von einem Anwohner aufgezeichnet, der sich gegenüber «20 Minuten» darüber ärgert, dass das Brunnenwasser nach der Wasch-Aktion mit Seifenwasser verschmutzt war.

Auf Nachfrage der Zeitung sagen die Industriellen Werke Basel (IWB), dass es immer wieder vorkomme, dass Brunnen verunreinigt würden. Im Sommer beispielsweise seien es Sonnencreme-Reste, die das Wasser verschmutzten. Sollte das Wäschewaschen in Basler Brunnen jedoch zu einem ernsthaften Problem werden, würden sich die IWB weitere Schritte vorbehalten.

Ein Ehepaar rastet auf dem Recyclinghof in Weil am Rhein aus

Die Abweisung von Abfallholz ist auf einem Recyclinghof in Weil am Rhein (D) bei Basel in eine handfeste Auseinandersetzung ausgeartet. Dabei zogen sich ein Ehepaar und ein weiterer Beteiligter leichte Verletzungen zu.

Zur Auseinandersetzung kam es am Mittwoch gegen 16.15 Uhr, wie das Polizeipräsidium Freiburg i. Br. am Donnerstag mitteilte. Ausgangspunkt war, dass ein Mitarbeiter des Recyclinghofs einem Ehepaar die Annahme von Holzabfällen verweigerte. Dies habe den 48-jährigen Ehemann so in Rage gebracht, dass er den Mitarbeiter zu Boden gestossen habe.

Ein 76-jähriger Mann wollte laut Communiqué dem Mitarbeiter zu Hilfe eilen, worauf auch er zu Boden gestossen wurde. Darauf solle die 43-jährige Ehefrau dem 76-Jährigen ins Gesicht getreten haben, worauf dieser ein Holzbrett gegen den Kopf der Ehefrau geschlagen habe. Beim anschliessenden Schlagabtausch zwischen dem Mann und dem Ehepaar zogen sich alle drei leichte Verletzungen zu. Zudem wurden zwei Brillen beschädigt.

Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Körperverletzung auf.

Temporäre Tempo-30-Zone auf dem Basler Laupenring

Ab dem 12. April gilt auf dem Laupenring in Basel während der Schulwegzeiten Tempo 30. Im Kanton Basel-Stadt sind solche temporären Geschwindigkeitsbegrenzungen bereits an mehreren Orten verfügt worden.

Tempo 30 gilt nach den Frühlingsferien jeweils von Montag bis Freitag zwischen 07.30 und 08.30, 11.45 und 14.15 sowie von 15.30 bis 18.15 Uhr, wie das Basler Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) am Donnerstag mitteilte. Die temporären Geschwindigkeitsbegrenzungen würden mit elektronischen Wechselsignalanlagen angezeigt. Ausserhalb der Schulwegzeiten gelte nach wie vor Tempo 50.

Das BVD erfüllt damit nach eigenen Angaben einen Auftrag aus dem Grossen Rat zur Erhöhung der Verkehrssicherheit an Schulstandorten. Der Gundeldingerrain, die Grenzacherstrasse, die Strassburgerallee, die Rauracherstrasse und die Neubadstrasse sind bereits seit längerer Zeit temporäre Tempo-30-Strecken. (sda)

Zolli holt den Superbullen
Tusker übt bereits den Knicks vor den Damen.
Tusker übt bereits den Knicks vor den Damen.
Foto: Zoo Basel

Er ist hier um für Nachwuchs zu sorgen: der 29-jährige Elefantenbulle Tusker. Laut einer Medienmitteilung vom Zoo Basel ist das 6160 Kilogramm schwere Tier am Morgen des 07. Aprils im Zolli eingetroffen. Die letzten zwei Jahre lebte Tusker im niederländischen Ouwehands Dierenpark Rhenen. Geboren wurde Tusker 1992 in Südafrika. 1995 kam er in den Zoo Wuppertal und entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Zuchtbullen Europas, schreibt der Zolli weiter.

Der Basler Zoo hofft, dass Tusker sich mit den drei Elefantenkühen Heri, Rosy und Maya paart. Bleiben wird der Bulle aber nicht. Da Tusker auch mit Elefantenkühen in einem spanischen Zoo züchten soll, sieht das Europäische Erhaltungszuchtprogramm vor, dass er anschliessend nach Spanien weiterzieht.

Liestaler Banntag wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt

Der Liestaler Banntag vom 10. Mai findet nicht statt. Die zuständigen vier Rottenchefs gehen davon aus, dass bis zum Tag des traditionellen Anlasses nicht mit den nötigen Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen zu rechnen ist.

Die Durchführung des Banntags mache nur Sinn, wenn die Restaurants geöffnet und die Anzahl der Teilnehmenden nicht eingeschränkt seien, teilten die Rottenchefs am Donnerstag mit. Das habe zur Folge, dass der Banntag zum zweiten Mal in Folge nicht stattfinden werde. (sda)

Vorbereitungen zum Rückbau des Basler Geothermie-Bohrlochs

Die Industriellen Werke Basel (IWB) bereiten den mittelfristigen Verschluss und langfristigen Rückbau des Geothermie-Bohrlochs im Norden Basels vor. Aktuell werden die hydraulischen Verhältnisse im Untergrund des 2009 abgebrochenen Projekts untersucht.

Im Bohrloch befinde sich noch immer Wasser, das vor 15 Jahren für die geothermische Energiegewinnung in das Gestein gepresst worden sei, teilten die IWB am Donnerstag mit. Wegen in der ganzen Stadt Basel spürbaren Erdstössen war das Projekt 2009 abgebrochen worden.

2017 war das verschlossene Bohrloch im Stadtteil Kleinhüningen wieder geöffnet worden, um Druck abzulassen und die Gefahr weiterer Erdstösse zu mindern. Jetzt soll laut Communiqué untersucht werden, ob sich die Situation durch die Entnahme des Wassers weiter entspannen lässt. Die Messungen sollen als Grundlage für den langfristigen Rückbau der ganzen Anlage dienen.

Für die Messungen ist ein Zeitrahmen von sechs Wochen eingeplant, und sie werden unter anderem von Fachleuten des Schweizerischen Erdbebendienstes begleitet. Dieser erwarte keine Zunahme der Erdbebenaktivität, heisst es. Allerdings könne ein spürbares Erdbeben nicht ganz ausgeschlossen werden. (sda)

Foto: Roland Schmid
Ein Verletzter bei Kollision zweier Autos in Münchenstein

Bei einer Kollision zweier Autos ist am späten Dienstagabend in Münchenstein BL eine Person verletzt worden. Der unfallverursachende Personenwagenlenker blieb unverletzt.

Der Unfall ereignete sich kurz vor 22.30 Uhr an der Verzweigung von der Basler- in die Bruderholzstrasse, wie die Baselbieter Polizei am Mittwoch mitteilte. Ein von Basel her fahrender 54-jähriger Autolenker habe beim Einbiegen in die Bruderholzstrasse einen vortrittsberechtigten Personenwagen übersehen, worauf es zur Kollision gekommen sei.

Das Unfallopfer musste verletzt in ein Spital gefahren werden. Die beiden Unfallfahrzeuge wurden massiv beschädigt.

Der Lenker des vortrittsberechtigten Personenwagens wurde bei der Kollision verletzt.
Der Lenker des vortrittsberechtigten Personenwagens wurde bei der Kollision verletzt.
Polizei BL
Bettelverbot: Jungfreisinnige fordern Regierung zum Handeln auf

Die Basler Jungfreisinnigen sind betrübt, dass es mit dem Bettelverbot nicht vorwärts geht. Zwar hatte der Grosse Rat im Oktober die Forderung eines generellen Bettelverbots zur Prüfung an die Regierung überwiesen. Seither sei aber nicht mehr viel passiert, kritisiert die Jungpartei in einer Medienmitteilung am Mittwoch.

Die Jungpolitiker sind überzeugt, dass ein Grossteil der Basler Bevölkerung von der Regierung erwartet, dass diese das Anliegen ernst nehmen - auch wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Bussen gegen Bettler in der Schweiz verurteilt hat. Das Gericht habe aber in seinem Entscheid «hauptsächlich die Schwere der Sanktion im konkreten Fall sowie die Undifferenziertheit» kritisiert, argumentieren die Jungfreisinnigen. «Der EGMR hielt dabei unter Verweis auf Regelungen anderer europäischer Länder ausdrücklich fest, dass es legitim sei, Betteln in Schach zu halten.»

Die Bettler sind ein Dauerthema in Basel.
Bettler
Die Bettler sind ein Dauerthema in Basel.
Foto: Dominik Plüss

Für die Jungpolitiker ist klar: Die Basler Bevölkerung brauche «aggressives, aufdringliches, wiederholtes oder unter Missachtung geltender Schutzmassnahmen erfolgendes Betteln keineswegs hinzunehmen». Die Regierung solle nun den rechtlichen Spielraum vollumfänglich ausnützen, um den vom Parlament erhaltenen Auftrag umzusetzen. Andernfalls würden sich die Jungfreisinnigen Basel-Stadt vorbehalten, «die Instrumente der Demokratie vollumfänglich auszunutzen».

Seniorenkonferenz bestürzt über neue Todesanzeigen-Praxis

Die Kritik am neuen Bestattungsgesetz in Basel-Stadt wächst: Nun beschwert sich auch der Verein 55+ Basler Seniorenkonferenz, dass Bestattungsanzeigen künftig nicht mehr in den Print-Medien, sondern nur noch im Internet erscheinen sollen. Der Verein hat einen offenen Brief an Regierungsrätin Esther Keller verfasst und unterstützt den Vorstoss von LDP-Grossrätin Annina von Falkenstein, die eine Rückkehr zur alten Praxis fordert.

Man sei bestürzt, heisst es im Brief der Seniorenkonferenz. «Wir finden dies, einmal mehr, eine Benachteiligung unserer älteren Bevölkerung, die nicht durchgängig internetaffin und internettauglich ist.»

Für viele ältere Menschen sei es wichtig, bezüglich Bestattungen informiert zu sein, «da sie häufig vom Tod von Freunden, Nachbarn oder sonstigen Bekannten betroffen sind». Die lokale Presse sei dabei «ihr Medium, um zu dieser Information zu kommen».

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: «Der Tod der amtlichen Todesanzeigen»

Basler Staatsanwaltschaft unterliegt vor Bundesgericht

Nicht jedes Delikt rechtfertigt ein DNA-Profil: Das Schweizerische Bundesgericht hat in einem Entscheid vom 15. März, der dieser Tage publiziert wurde, eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt gegen ein Urteil des Basler Appellationsgericht abgewiesen. Die Staatsanwaltschaft muss nun im Rahmen von erkennungsdienstlichen Massnahmen hergestelltes Material (Fotos etc.) vernichten sowie ein vom Beschuldigten erstelltes DNA-Profil löschen.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt hatte eine Strafuntersuchung gegen Z. wegen des Verdachts der Drohung, Beschimpfung und Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz geführt. Sie warf diesem vor, er habe in der Steinenvorstadt seinen Hund gequält, was von zwei Personen beobachtet worden war. Darauf angesprochen habe Z. die beiden Personen beschimpft und bedroht.

Nach seiner Einvernahme wurde der Beschuldigte erkennungsdienstlich erfasst, wobei ihm auch ein Schleimhautabstrich abgenommen und die Erstellung eines DNA-Profils angeordnet worden war. Dagegen erhob Z. Beschwerde beim Appellationsgericht, welches die Beschwerde guthiess. Dagegen wiederum erhob die Staatsanwaltschaft Beschwerde ans Bundesgericht, welches die Beschwerde nun seinerseits abwies.

Laut Bundesgericht erlaubt die Strafprozessordnung keine «routinemässige erkennungsdienstliche Erfassung». Kommt hinzu, dass die angeordnete Zwangsmassnahmen für die Sachverhaltsabklärung im laufenden Verfahren nicht erforderlich waren. Und weil dem nicht so war, hätten erhebliche und konkrete Anhaltspunkte bestehen müssen, dass der Beschuldigte in andere Delikte verwickelt sein könnte. Und dann hätten es noch Delikte von einer gewissen Schwere sein müssen. (Gu)

LDP interveniert wegen Todesanzeigen

Seit dem 1. April schickt die Stadtgärtnerei Basel-Stadt die Todesfälle im Kanton nicht mehr an die Zeitungsredaktionen. Damit werden die kleinen, nüchternen Todesanzeigen in Zeitungen wie der BaZ, der bz oder der Riehener Zeitung nicht mehr publiziert. Wer sich über die Todesfälle informieren möchte, muss dies neu auf der Webseite der Stadtgärtnerei tun. Lesen Sie dazu auch den Kommentar «Der Tod der amtlichen Todesanzeigen».

LDP-Grossrätin Annina von Falkenstein kann diese neue Praxis der Behörden nicht nachvollziehen. Wie sie in einer Medienmitteilung schreibt, würden damit weniger digital affine und ältere Menschen benachteiligt und verärgert. Mit einem Vorstoss an den Regierungsrat fordert von Falkenstein, den Entscheid rückgängig zu machen und wieder die alte Praxis einzuführen. Die Verschlechterung, so von Falkenstein, könne auch Folgen für die Printmedien haben. So könnten die Tageszeitungen Abonnenten verlieren, weil die bis anhin publizierten Todesanzeigen neben den Leserbriefen oft mit ein Grund für ein Abonnement seien.

Messerstecherei beim Gundeldinger Feld
Foto: André Muelhaupt

Eine Gruppe von rund 20 Personen soll in der Nacht auf Ostern zwei 19-Jährige mit Messern und anderen Waffen angegriffen haben. Wie die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt mitteilt, sollen sich die zwei 19-Jährigen gegen 2 Uhr beim Gundeldinger Feld aufgehalten haben, als aus der Dornacherstrasse plötzlich eine bewaffnete Truppe erschienen sei. Die beiden 19-Jährigen hätten daraufhin die Flucht in Richtung Tramhaltestelle Bruderholz ergriffen, seien jedoch von der Gruppe eingeholt, angegriffen und zu Boden geschlagen worden. Dabei sei auf einen der 19-Jährigen eingestochen worden. Dessen Kollege sei im Gesicht verletzt worden. Anschliessend seien die Angreifer geflüchtet und die Verletzten auf die Notfallstation gebracht worden.

Im Rahmen einer sofortigen Fahndung sei einer der mutmasslichen Täter festgenommen worden. Es handelt sich um einen 18-jährigern Schweizer.

red

766 Kommentare
    Andreas Molnar

    Für die Schäden in Pfeffingen gibt es eine wohlbekannte Gruppe Jugendlicher welche schon seit Jahren Radau machen.