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NS-Kunst im DreiländereckVerfemt, verherrlicht, vertuscht

Eine Ausstellung im Dreiländermuseum Lörrach zeigt: Nicht jeder badische Künstler, der sich nach 1933 an die Nazi-Ästhetik anpasste, war ein glühender Hitler-Verehrer. Und nicht jeder regimetreue Künstler verdient es, für immer im Giftschrank der Kunstgeschichte zu versauern.

Hermann Burte, «Isteiner Schwellen (Anker am Rhein)», 1934. Das Ölbild blickt von Baden über den Rhein ins Elsass, das Deutschland 1918 an Frankreich abtreten musste.  Aus Burtes Sicht gehörte es zur gemeinsamen alemannischen Heimat.
Hermann Burte, «Isteiner Schwellen (Anker am Rhein)», 1934. Das Ölbild blickt von Baden über den Rhein ins Elsass, das Deutschland 1918 an Frankreich abtreten musste. Aus Burtes Sicht gehörte es zur gemeinsamen alemannischen Heimat.
Bild: © Sammlung Dreiländermuseum

Die Landschaft zeigt sich, wie man so sagt, von ihrer malerischen Seite. Der alte Rhein strömt extrabreit durchs Bild. Wo Felsen aus dem Wasser ragen, schäumt es gebieterisch. Die Isteiner Schwellen, Sommerzeit. Heute tummeln sich hier Badende. Im Vordergrund badisches Ufer, menschenleer. Nur ein Anker streckt wehrhaft eine Schaufelspitze aus. Die Richtung ist klar. Sie zeigt pfeilgerade hinüber auf den elsässischen Küstenstreifen am Horizont.

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