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Podcast zum Schweizer FussballLandet Gerardo Seoane statt in Gladbach in Frankfurt?

Wohin zieht es den YB-Trainer – und wer wird sein Nachfolger? Braucht der FCZ mehr Tiere, um vom Defensivfussball abzulenken? Haben die FCB-Profis gegen den Trainer gespielt? Antworten in der «Dritten Halbzeit».

Dass Gerardo Seoane nach dem Spiel in Leverkusen am Donnerstag gleich in Deutschland bleibt, glaubt Dominic Wuillemin nicht. Aber er ist sich in der neusten Ausgabe unseres Fussball-Podcasts sicher: «Im Sommer werden sich die Young Boys nach einem neuen Trainer umschauen müssen. Es ist der richtige Zeitpunkt für ihn, einen weiteren Schritt zu machen.»

Derzeit wird Seoane vor allem mit dem deutschen Bundesligisten Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht. Thomas Schifferle aber hat eine andere Theorie: «Mich würde nicht überraschen, wenn Adi Hütter im Sommer von Eintracht Frankfurt zu Gladbach wechseln würde. Und dann wäre ja der Platz bei Frankfurt frei.»

Seoane wäre nach Hütter der zweite Trainer, den die Frankfurter bei den Young Boys abwerben. «Das würde vielleicht etwas merkwürdig wirken», sagt Wuillemin, «aber wenn sich die Frankfurter bei Hütter über Seoane informieren sollten, werden sie nur Gutes hören. Hütter hält sehr viel von Seoane.»

Eine Trainerfrage der anderen Art hat der FC Basel zu beantworten. Nach dem 2:6 gegen Winterthur im Cup stellt Schifferle fest: «An so einem Abend drängt sich unweigerlich der Gedanke auf, dass es zwischenmenschlich nicht mehr passt, dass die Mannschaft gegen den Trainer spielt.»

Aber da widerspricht der ehemalige FCB-Profi Kay Voser vehement: «Eigentlich kannst du gar nicht gegen den Trainer spielen. So eine Blamage kann unter Umständen deine Karriere gefährden. Denn der Club muss ja zwangsläufig zum Schluss kommen, dass er etwas ändern muss – und das nicht nur beim Trainer.»

Vor allem nimmt Voser den FCB-Captain Valentin Stocker in Schutz: «Ich kenne ihn sehr gut. Ich bin überzeugt, dass er alles für den Erfolg der Basler macht. Und dass er zusammen mit Fabian Frei derjenige ist, der am meisten unter so einem Auftritt leidet.»

Die weiteren Themen: War alles korrekt beim Einsatz des Video-Assistenten bei YB gegen Servette? Was sagt der Aufschwung der Vaduzer über die Super League aus? Und wie viele Hunde bräuchte der FC Zürich, um von seinem unattraktiven Spiel abzulenken? Viele, findet Voser. Er stellt nach dem 1:1 gegen Sion fest: «Für so einen Auftritt würde ich keinen einzigen Franken bezahlen.»

Wann welche Clubs besprochen werden

  • 06:52 FC Zürich

  • 16:59 FC Sion

  • 20:32 FC Vaduz

  • 22:57 Young Boys

  • 44:48 FC Basel

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5 Kommentare
    Otto Herrmann

    Dass die FCB-Spieler gegen den Trainer gespielt haben, lässt sich natürlich nicht beweisen, ist aber so offensichtlich wie die runde Form des Mondes.

    Das Problem ist hingegen nicht gelöst, Sforza darf weiterwursteln. Was also ist nun zu tun? Nächste Stufe: Ich melde mich verletzt (Widmer, Pululu, van W., Stocker etc. ). Das kommt gut mit diesem Pulverfass-Verein am Rhein...Würde mich nicht wundern, wenn das Ganze demnächst implodiert.