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Frühwähler-Zahlen deuten auf Clinton-Sieg

Vorgezogene Stimmabgaben in Nevada und Florida signalisieren eine hohe Mobilisierung von Afroamerikanern und Latinos, die traditionell Demokraten wählen.

US-Amerikaner vor einem Wahllokal in North Carolina. (20. Oktober 20016)
US-Amerikaner vor einem Wahllokal in North Carolina. (20. Oktober 20016)
Chris Keane, Reuters

Der wilde, unberechenbare US-Wahlkampf geht auf die Zielgerade: Während Hillary Clinton am Wochenende in Miami und Philadelphia auftrat, Donald Trump nach Florida, North Carolina, Colorado und Nevada jettete, hat im Hintergrund bereits das grosse Rechnen begonnen.

Nachdem Trump in Umfragen unter der Woche aufgeholt hatte, signalisieren die vorzeitigen Stimmabgaben einen Vorteil für Clinton in zwei wichtigen Wechselwählerstaaten.

In Nevada wird von hoher Wahlbeteiligung der Hispanics und Afroamerikaner berichtet, die mit deutlicher Mehrheit Clinton wählen dürften. Clark County, in dem zwei Drittel der registrierten Wähler leben, vermeldete am Freitag mit 57'000 vorab abgegebenen Stimmen einen neuen Rekord.

Berechnungen zufolge führt Clinton in Nevada mit 46'000 Stimmen oder sechs Prozent. Jon Ralston, in Nevada eine Institution in Umfrage-Analysen, hat die Republikaner im Bundesstaat bereits für «tot» erklärt.

In Florida endete die vorzeitige Stimmabgabe am Samstag. Dort geht es ebenfalls um die Mobilisierung der Kernwählerschaften und auch dort sprechen einige Signale für Clinton: Afroamerikaner gingen gleich an mehreren Tagen häufiger als bislang zur Stimmabgabe, auch die Latino-Beteiligungt liegt über den Erwartungen.

Insgesamt zeichnet sich ab, dass der Stimmanteil von Minderheiten in Florida weiter wächst. Dies begünstigt die Demokraten. Die Republikaner sind in der Regel am Wahltag stärker aktiv als Demokraten, allerdings hat die Hälfte der Wahlberechtigten bereits abgestimmt. Donald Trump muss der gängigen Lesart zufolge Florida gewinnen, um überhaupt eine Chance auf das Weisse Haus zu haben.

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