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Kommentar zum Vorwurf der WährungsmanipulationUS-Regierung reagiert aus Eigennutz

Die Schweiz ist gewarnt, aber sie braucht nicht zu erschrecken.

Unser Franken mit seiner Funktion als sicherer Hafen stelle für die Schweizer Wirtschaft ein grosses Risiko dar, sagt SNB-Präsident Thomas Jordan.
Unser Franken mit seiner Funktion als sicherer Hafen stelle für die Schweizer Wirtschaft ein grosses Risiko dar, sagt SNB-Präsident Thomas Jordan.
Foto: Urs Jaudas

Der Vorwurf der Währungsmanipulation durch die US-Regierung war zu erwarten, auch wenn die Forderungen an die Schweiz etwas stark die politische Handschrift der Regierung von Donald Trump tragen. Die neue Regierung unter Joe Biden wurde nicht konsultiert, und die nominierte Finanzministerin Janet Yellen kann den Befund schon in ihrem ersten Bericht rückgängig machen.

Unbestritten ist, dass die Schweizerische Nationalbank seit langem die existenziell wichtige Exportwirtschaft mit Eingriffen in die Währungsmärkte unterstützt. Sie nimmt ihren Auftrag und die ureigenen Interessen der Schweiz wahr, genauso wie das die USA auch tun. Nur macht sie das mit anderen Mitteln. Mit den Deviseninterventionen setzt die Schweiz eben das einzige Instrument ein, das ein Kleinstaat mit dem Ruf eines sicheren Hafens in stürmischen Zeiten und einer stark gefragten Währung zur Hand hat.

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