Zum Hauptinhalt springen

Britische Politiker ignorieren die EUUnterhaus stimmt trotz Warnungen für umstrittenes Brexit-Gesetz

Ein passendes Bild zum Verhältnis EU/Grossbritannien: Eine Europa-Flagge hängt an einem Londoner Gebäude – im Vordergrund eine Einbahnstrassen-Tafel.

Die Verhandlungen stocken

SDA

22 Kommentare
    max bernard

    Eine durch und durch kluge Entscheidung! Das Einzige, was man Johnson vorwerfen kann, ist seine damalige Unterschrift unter dieses Austrittsabkommen. Als Entschuldigung kann man anführen, dass er damals fest mit einem umfassenden Freihandelsvertrag mit der EU rechnete, sodass die das UK spaltende Zollgrenze zwischen Nordirland und Grossbritannien wieder verschwunden wäre. Was die Vernunft auch gebietet hätte. Aber wie man inzwischen erkennen musste, herrscht bei der EU keine Vernunft, sondern der Wille das UK wirtschaftlich zu boykottieren und ihm so zu schaden. Denn das Schlimmste, was aus Sicht der EU geschehen könnte, ist ein nach dem Austritt florierendes UK. Das gilt es unbedingt zu verhindern. Daher die Weigerung diesem dasselbe Abkommen wie Kanada anzubieten. Und das obwohl der wirtschaftliche Nutzen für die EU um ein Mehrfaches grösser gewesen wäre. Mit dem Wegfall des erhofften Freihandelsabkommens, entfällt für die britische Regierung nun auch der Grund für ihre Zustimmung zur offenen Grenze zwischen Nordirland und Irland. Denn ohne ein solches Abkommen wäre die wirtschaftliche Abspaltung Nordirlands von Grossbritannien und damit letztendlich auch die politische zementiert worden. Laut Karfreitagsabkommen wird die Möglichkeit einer Wiedervereinigung Nordirlands mit der Republik Irland nicht ausgeschlossen, wenn sich die Mehrheit der Nordiren dafür ausspricht. Es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass dies auch weiterhin gilt.