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KommentarUnnötig und grausam

Milliardengewinne schreiben und fast 400 meist ältere Mieter auf die Strasse stellen: Die Credit Suisse schafft sich so kein gutes Image.

Augenschein der Baurekurskommission am Schorenweg 20/22. Für die Bewohner, meist Senioren, gibt es nur noch wenig Hoffnung.
Augenschein der Baurekurskommission am Schorenweg 20/22. Für die Bewohner, meist Senioren, gibt es nur noch wenig Hoffnung.
Foto: Nicole Pont

Was zurzeit in Basel-Stadt an Massenkündigungen läuft, ist meist unnötig und herzlos. Besonders dramatisch ist die Situation am Schorenweg. Dort haben sich die Bewohner im Laufe der Jahrzehnte ein Netz an Beziehungen aufgebaut. Man kennt sich, hilft sich, die 70-Jährige kauft für die 100-Jährige ein, der 83-Jährige hat mit der Nachbarin ein Geheimzeichen ausgemacht, das signalisiert, ob sie noch fit und munter sind. Kurz, man fühlt sich geborgen, getragen, eingebettet. Es ist eine segensreiche Prävention gegen die zunehmende Vereinsamung in unserer Gesellschaft und gegen die Trostlosigkeit des Pflegeheims – eine Insel in unserer zunehmend versachlichten Welt.

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