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Biomedizin-Neubau in BaselUni vergibt Bauauftrag neu

Ursprünglich sollte der Biomedizin-Neubau 2024 in Betrieb genommen werden. Nach diversen Verzögerungen wird zieht die Universität nun die Reissleine und startet mit einem Totalunternehmer neu.

Visualisierung des siegreichen Wettbewerbsprojekts für den Neubau des Zentrums für Biomedizin der Universität Basel.
Visualisierung des siegreichen Wettbewerbsprojekts für den Neubau des Zentrums für Biomedizin der Universität Basel.

Die Universität Basel will ihren Neubau des Departements Biomedizin durch einen Totalunternehmer ausführen lassen. Der Auftrag ist den ursprünglichen Architekten, die den entsprechenden Architekturwettbewerb für sich entschieden hatten, entzogen worden.

Die Realisierung des Neubaus durch einen Totalunternehmer habe nach Prüfung verschiedener Optionen am meisten überzeugt, teilte die Universität Basel am Mittwoch mit. Der Auftrag werde öffentlich ausgeschrieben, wobei das aktuell mit dem neungeschossigen Neubau beschäftigte Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner die Funktion des Generalplaners beibehalten werde. Damit ist die Universität von ihrem Plan abgekommen, den Neubau in Eigenregie zu verwirklichen.

Schon länger nicht mehr am Prozess beteiligt ist das Zürcher Architekturbüro Caruso St John Architects, das den 2015 ausgeschriebenen Architekturwettbewerb für sich entschieden hatte. Die Universität hatte den Auftrag für den Neubau im März 2019 an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner übertragen und auch das kantonale Hochbauamt vom Prozedere ausgeschlossen. Dieser Entscheid war vom Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein scharf kritisiert worden.

Ursprünglich war geplant, den Neubau mit Platz für rund 700 Mitarbeitende und 200 Studierende 2024 in Betrieb zu nehmen, später wurde dieser Termin auf 2025 verschoben. Verzögerung beim Neubau des benachbarten Biozentrums sorgten aber dafür, dass dieser Termin nicht mehr eingehalten werden kann. Mit dem neuen Totalunternehmer soll nun ein neuer Terminplan ausgehandelt werden.

SDA

3 Kommentare
    Chr. Beck

    Generalunternehmer ist wohl die schlechteste Idee, die Basel haben kann, doch verwundert das nicht bei den Basler Verwaltungsangestellten. Damit denken sie, müssten sie sich um nichts mehr kümmern.... D.h., die ganze Misere geht weiter.