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Letzte Premiere vor ShutdownUnd wieder fliegt die Fledermaus

Die Premiere der Operette im Neuen Theater in Dornach überzeugte mit raffiniertem Klavierspiel, vortrefflichem Gesang und wohltuender Komik.

Tatjana Gazdik in der Rolle der Rosalinde, Rolf Romei als Gabriel von Eisenstein (Rentier).
Tatjana Gazdik in der Rolle der Rosalinde, Rolf Romei als Gabriel von Eisenstein (Rentier).
Foto: Lucia Hunziker

«Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist» – so lautet die wohl bekannteste Passage aus der Operette «Die Fledermaus» von Johann Strauss. Wahrscheinlich hätte es zur aktuellen Lage kaum ein passenderes Stück gegeben. Die «Königin der Operette» handelt vom letzten Fest vor einem Arrest – und genauso kam man sich an der Premiere im neuestheater.ch auch vor, kurz vor dem vom Bundesrat verordneten Teil-Shutdown weiter Teile unserer Gesellschaft, inklusive des wohl gesamten öffentlichen Kulturlebens (von den Museen abgesehen).

Die Fledermaus, entstanden während dem Wirtschaftseinbruch im Sommer 1873, schildert die Geschichte der Vergeltung des Notars Dr. Falke, der von Gabriel von Eisenstein einstmals aufs Äusserste blamiert wurde, indem er im Anschluss an einen Maskenball einen ganzen Arbeitstag im Gericht in einem Fledermauskostüm verbringen musste. Um sich zu rächen, beschliesst er, Eisenstein selbst zum Opfer von Spott und Gelächter zu machen.

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