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«Und, was meinen Sie?»

Matchwinner Thomas Müller, der auch beim Platzverweis gegen Portugals Pepe eine zentrale Rolle spielte, lief bei seiner Spielanalyse noch einmal zur Höchstform auf.

Portugals Pepe knöpft sich wutentbrannt Deutschlands Thomas Müller vor...
Portugals Pepe knöpft sich wutentbrannt Deutschlands Thomas Müller vor...
Keystone
...und staucht diesen zusammen.
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Nach dem Spiel bedankten sich die Deutschen bei den mitgereisten Fans für die Unterstützung.
Nach dem Spiel bedankten sich die Deutschen bei den mitgereisten Fans für die Unterstützung.
Keystone
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Was für ein Einstieg ins WM-Turnier. Die Mannschaft von Jogi Löw, die mit einigen Problemen und Sorgen im Gepäck nach Brasilien geflogen war, zerzauste die Portugiesen um Superstar Cristiano Ronaldo gleich mit 4:0. Der Mann des Spiels, Bayerns Thomas Müller – vor vier Jahren der Torschützenkönig der WM –, hat in seinen bisherigen sieben WM-Spielen acht Tore und drei Assists verbuchen können.

Als Müller nach dem Sieg über die Portugiesen lässig in die Mixed Zone der Arena Fonte Nova spazierte, hatte er wie fast immer den Schalk in den Augen. Eine der ersten Fragen, weshalb er denn so gut gespielt habe, konterte der Münchner gleich mit einer Gegenfrage. «Und, was meinen Sie?» Und dann fuhr er schmunzelnd fort. «Bei Weltmeisterschaften läuft es für mich nicht so schlecht. Wir sind hier, um Weltmeister zu werden, und nicht, um Rekorde zu knacken.» Doch dann meinte Müller ganz sachlich und nüchtern: «Wir wollen mal die Kirche im Dorf lassen, so als Übermannschaft sind wir hier auch nicht aufgetreten.»

«Das wird sein Geheimnis bleiben»

Abwehrchef Mats Hummels, der bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung absolut souverän gespielt hatte, trat ebenfalls sogleich auf die Spassbremse. Die Stimmung in der Kabine sei sachlich und fröhlich gewesen. «Zu Euphorie fehlt noch einiges.» Man habe ja schliesslich noch nichts erreicht, meinte auch Torhüter Manuel Neuer, dessen WM-Einsatz nach einem Kapseleinriss in der rechten Schulter lange fraglich war. «In der Gruppenphase kommen ja noch zwei Gegner.»

Zu reden gab auch der Penalty, den João Pereira nach einem Trikotzupfer verursacht hatte. Selbst Mario Götze, der den Elfmeter zur 1:0-Führung herausgeholt hatte, fand den Penaltypfiff diskussionswürdig. «Das war strittig und eine Ermessenssache.» Für Diskussionsstoff sorgte auch die Rote Karte in der 37. Minute gegen den Portugiesen Pepe, der Thomas Müller mit dem rechten Arm im Gesicht getroffen hatte. «Was ihn dazu ritt, wird sein Geheimnis bleiben», wunderte sich das Opfer und sagte dann aber fast entschuldigend: «Ich hoffe, dass das bei mir nicht blöd ausgesehen hat. Ich habe nichts provozieren wollen. Die Aktion von Pepe ist mehr als überflüssig gewesen.»

«Das frühe Tor und die Rote Karte haben uns in die Karten gespielt», sagte Götze. «Der Verlauf war perfekt für uns», ergänzte Müller. «Rot für Pepe, das hat es uns sehr leicht gemacht», rundete Verteidiger Per Mertesacker ab.

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