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Papablog: Meine Corona-ErkenntnisUnd plötzlich ist Altwerden ok

Würdevoll altern? Kein Problem! Wenn wir uns über das freuen, was wir haben – und zusammen sind.

Andächtig sinnieren statt übermütig feiern

Ein Virus enthüllt das Glück der Zufriedenheit

Mein Leben ist überhaupt nicht perfekt, aber gut genug.

12 Kommentare
    Bernhard Strässle

    Die Furcht vor dem Altern (und damit unausgeprochen vor dem kurz- bis mittelfristig eintretenden Tod) vernachlässigt eine Komponente: Die zunehmende Versöhnung mit dem Tod, die sich mit dem Alter einstellt.

    Unsere fromme, gesunde Haushälterin, die wir nach ihrer Pensionierung trotz beengender Verhältnisse in unsere Wohnung aufgenommen haben, hat täglich einen Rosenkranz gebetet, auf dass sie bald sterben dürfe. Als 17-jähriger hat mich das entsetzt. Es kam mir vor, also bitte sie den lieben Gott um Beihilfe zum Mord.

    Heute erfreue ich (77) mich als voll integriertes Mitglied einer Grossfamilie der Zuneigung der Enkelkinder. Ich werde auch noch ein bisschen gebraucht. Nur: Ich handle nur noch reaktiv. Für eigene kreative Projekte fehlen mir die Motivation und die Möglichkeiten. Jeder Tag ist eine Wiederholung des Vortages. All die Geschehnisse auf der Welt (mit Ausnahme der Pandemie) sind Wiederholungen. Mich erschüttern keine Skandale mehr. Alles schon mal gehabt.

    Es gibt keinen objektiven Grund mehr, warum ich nicht heute sterben sollte. Ich will nicht missverstanden werden; ich bin dankbar für jeden Tag, den ich in besinnlicher Zufriedenheit noch geniessen darf. Aber hängen tu ich daran nicht mehr.