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Ode an die SchadenfreudeUnd das soll lustig sein?

Crash, Boom, Bang – manchmal ist die Schadenfreude über das Missgeschick anderer grösser als die Freude über den eigenen Erfolg. Macht uns das zu schlechten Menschen?

Ein Schreckmoment für die Ewigkeit: Hermann Maier und sein Wahnsinnssturz an der Olympiaabfahrt 1998.
Ein Schreckmoment für die Ewigkeit: Hermann Maier und sein Wahnsinnssturz an der Olympiaabfahrt 1998.
Foto: Carl Yarbrough (Getty Images)

Natürlich ist es ausgerechnet ein Österreicher, der uns am besten beschreibt. Uns: Sportfans. Und eben immer auch: Voyeure. «Es wird jede Sportart mit der Zeit ein bisschen öd, wenn es ihr an Härte fehlt», singt der Wiener Liedermacher Rainhard Fendrich. «Autorennen sind da sehr gefragt, weil hie und da sich einer überschlägt. Explodieren die Boliden, ist das Publikum zufrieden.»

Ja, Sport ist Freude über den eigenen Erfolg. Aber häufig geht mit ihr auch Schadenfreude einher. Die Freude am Misserfolg des andern – auch wenn wir wissen, dass sich das nicht gehört. Es ist nun einmal ein schmaler Grat. Auf gehts zur schwarzen Seele des Fans.

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