Zum Hauptinhalt springen

Beunruhigende IndizienEntwischt das brasilianische Virus der Immunantwort?

Drei Coronavirus-Varianten bereiten derzeit Wissenschaftlern Sorgen. Erste Befunde deuten darauf hin, dass der Erreger mit Namen «P.1» am gefährlichsten sein könnte.

Zweite Welle in Manaus (Brasilien): Obwohl gemäss Studien drei Viertel der Bevölkerung infiziert waren, stiegen im Januar die Covid-19-Fallzahlen stark.
Zweite Welle in Manaus (Brasilien): Obwohl gemäss Studien drei Viertel der Bevölkerung infiziert waren, stiegen im Januar die Covid-19-Fallzahlen stark.
Foto: Marcio James (AFP)

Erstmals wurde in der Schweiz das brasilianische Virus P.1 nachgewiesen. Es ist die dritte Sars-CoV-2-Variante, die Wissenschaftler und Behörden derzeit mit Sorge verfolgen. Der Erreger könnte noch ungemütlicher werden als B.1.1.7 aus Grossbritannien und B.1.351 aus Südafrika, die in manchen Ländern bereits jetzt für explodierende Fallzahlen und überfüllte Spitäler sorgen.

Zuerst aufgetaucht ist die brasilianische Variante in Manaus, der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas mit zwei Millionen Einwohnern. Bisher gibt es erst Indizien, die auf ihre Gefährlichkeit hindeuten. Nachdem es bereits im April letzten Jahres zu einer mehrmonatigen Erkrankungswelle gekommen war, durchlebt die Stadt aktuell einen zweiten starken Anstieg von Covid-19-Erkran­kungen. Dies, obwohl Messungen im Oktober nahelegten, dass rund drei Viertel der Bevölkerung Antikörper im Blut hatten und deshalb die Herdenimmunität einen erneuten Ausbruch hätte verhindern sollen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.