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Alle so gemein – ausser mirÜberall Fieslinge!

Er war DER Fiesling schlechthin: J.R. Ewing (Larry Hagman) aus der Achtziger-Kult-Serie «Dallas».

Den Heiligenschein reserviert man für sich selbst

Anderen Menschen wird das schlechtmöglichste Motiv als Hauptmotiv für eine Handlung unterstellt.

Forscher an der Pariser École Normale Supérieure

Mehr Milde wäre angebracht

13 Kommentare
    Sacha Meier

    Die Aussagen der Studie mögen im Mikrokosmos der direkten sozialen Beziehungen ihre Berechtigung haben - sind aber im zivilisatorischen Makrokosmos von Wirtschaft, Politik und Zivilisation ohne jede Bedeutung. Der Grund dafür ist, dass der moderne Bösewicht längst dazugelernt hat und sich auch wissenschaftlicher Methoden bedient, um nicht aufzufallen, bzw. den Eindruck zu machen, er gehöre zu den Guten. Nennt sich manipulative Kommunikation (man ergûgle den Begriff) und wird nicht nur an Hochschulen, sondern auch in nachrichtendienstlichen Lehrgängen vermittelt. So kann der Bürger eben rasch einmal mit Schurken und Helden durcheinanderkommen. Und er tut es sogar soweit, dass er die Verhaltensweisen der wahren Schurken gar verteidigt. Nennt sich Stockholm-Syndrom und gehört zur Triebfeder von Feudalsystemen - auch des real existierenden Neofeudalismus. Die Basis der modernen manipulativen Kommunikation ist stets die politisch korrekte Ausdrucksweise. Scheinbare Sachlichkeit und Logik, angereichert mit viel Euphemismen und Disphemismen, Worthülsen und Gemeinplätzen vermitteln Kompetenz und öffnen die Tür für Bösartigkeiten in einer Weise, dass die Zuhörer sogar gegen ihre eigene Überzeugung zustimmen. Nehmen wir doch als Beispiel BR Alain Berset, der betont, dass man die Risikogruppen zum Schutz von Covid-19 ja nicht einsprerren und ihres Soziallebens berauben könne. Tönt auf den ersten Blick ja vernünftig. Erst auf den zweiten wird klar, dass damit die Preisgabe gemeint ist.