Über 60 Polizisten jagen Einbrecher

Ein Hausbewohner im Kreis 7 überraschte einen Einbrecher und schoss auf ihn. Die Polizei leitete eine Grossfahndung ein, sucht aber weiterhin nach einem Mann mit ungewöhnlichem Signalement.

Jvo Cukas

Gegen 9.30 Uhr gestern Montagmorgen kam ein Bewohner eines Hauses im Gebiet zwischen Dolder und Zoo nach Hause und überraschte dabei einen Einbrecher. Der Mann schoss auf den Eindringling und alarmierte die Polizei. Diese leitete eine Suchaktion im Grossraum zwischen Dolder, Kunsteisbahn und Zoo ein. Beteiligt waren mehr als 60 Beamte von Kantons- und Stadtpolizei sowie Suchhunde.

«Wir wussten nicht, ob der Einbrecher möglicherweise verletzt oder gar schwer verletzt wurde und irgendwo in unmittelbarer Nähe des Tatorts zusammenbrach», erklärt Marco Cortesi, Sprecher der Stadtpolizei. Man habe deshalb bis in die späten Abendstunden nach dem Mann gesucht. Jedoch erfolglos.

Deshalb sucht die Polizei nun Zeugen, welche ihn gesehen haben. Die Polizei beschreibt ihn mit einem ungewöhnlichen Signalement: So habe der Mann «auffallend lange und grosse Ohren», sei etwa 35 Jahre alt und 1,75 Meter gross. Er habe eine sportliche Statur und einen dunklen Teint sowie dunkle, mittellange Haare.

Staatsanwaltschaft untersucht Schuss

Die Staatsanwaltschaft IV und die Kantonspolizei haben zudem Ermittlungen aufgenommen, welche die genauen Umstände der Schussabgabe durch den Hausbewohner klären sollen. Weshalb dieser eine Waffe bei sich trug, kann Polizeisprecher Cortesi nicht sagen. «Angaben können wir aus Persönlichkeitsschutzgründen nicht machen.» Bei der Staatsanwaltschaft lässt man nur durchblicken, dass es «nachvollziehbar» sei, dass der Mann eine Waffe trug.

Dennoch stellt sich laut Polizeisprecher Cortesi die Frage, ob der Mann in Notwehr gehandelt hat oder nicht. «Dies muss im Einzelfall beurteilt werden.» Zurzeit liege nur die Aussage des Hausbewohners vor, weitere Untersuchungen müssten noch folgen. Die Polizei rate im Normalfall aber davon ab, beim Entdecken eines Einbrechers selber aktiv zu werden. «Man sollte einfach die Polizei rufen.»

baz.ch/Newsnet

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