Zum Hauptinhalt springen

Vitaler Erstlingsroman Tunesiens Sonne und Schattenwurf über Berlin

«Couscous mit Zimt» von Elsa Koester beleuchtet ein ungewöhnliches Thema.

Elsa Koester gelingt mit ihrem ersten Buch gleich ein beachtlicher Erfolg.
Elsa Koester gelingt mit ihrem ersten Buch gleich ein beachtlicher Erfolg.
Foto: Susanne Schleyer/Autorenarchiv.de

Die 1984 in Berlin geborene Autorin Elsa Koester hat eine Mutter, die von sogenannten Pieds-noirs abstammt: von französischen Siedlern in Nordafrika. Und so spürt ihr umfangreicher Erstling, eine Seltenheit in der deutschen Literatur, schwierigen Familienverhältnissen vor dem Hintergrund der französischen Kolonialgeschichte nach.

Lisa, die Hauptfigur, fährt von Berlin nach Paris, um dort die Wohnung ihrer verstorbenen Grossmutter aufzulösen. Die Heimat dieser strengen französischen «Mamie» war die einstige Kolonie Tunesien, nach deren Befreiung sie mit ihren Kindern nach Frankreich fliehen musste. Dort fand sich Lisas Mutter Marie nie zurecht, wurde früh schwanger und von «Mamie», die sie seither hasste, zu einer improvisierten Abtreibung genötigt. Mit einem Deutschen zog sie dann nach Berlin, blieb aber auch da fremd, verfiel dem Alkohol und erlag nun ihrerseits eben erst einem Krebs.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.