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Rhetoriker zum US-Wahlkampf«Trump spricht sehr, sehr langsam – ein Mash-up aus Codes und Gesten»

Bald werden Donald Trump und Joe Biden in TV-Duellen gegeneinander antreten. Wer agiert mit welchen Tricks? Debattier-Meister Ben Lerner sagt im Interview, wie die beiden in Reden vorgehen.

Donald Trump im September 2016 während der ersten Fernsehdebatte mit Hillary Clinton vor seiner Wahl zum US-Präsidenten.
Donald Trump im September 2016 während der ersten Fernsehdebatte mit Hillary Clinton vor seiner Wahl zum US-Präsidenten.
Foto: Joe Raedle (Keystone/AP)

Sie waren in der Highschool US-Meister im Debattieren. Fürchten Sie sich vor den Fernsehdebatten zwischen Donald Trump und Joe Biden?

Biden ist ein armseliger Debattierer, er schwankt zwischen Klischee und Fauxpas. Aber sowohl er als auch Trump sind Politiker mit Machogehabe, es wird also ein wirklich trauriges Schauspiel geben von zwei weissen alten Vätern, die zwei verschiedene Arten von Nostalgie vertreten. Trump steht für die idealisierten 1950er-Jahre, Biden – den ich wählen werde – für den Neoliberalismus mit menschlichem Gesicht, also die Zeit von Clinton und Obama. Man wird kaum zuschauen können. Und man wird sich kaum abwenden können.

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