Titterten kriegt gerade noch die Kurve

Für die drei vakanten Sitze im Gemeinderat haben sich drei Kandidaten gemeldet.

Bald dürfte der Gemeinderat wieder komplett sein. Zurzeit besteht die Exekutive nur noch aus zwei statt fünf Gewählten.

Bald dürfte der Gemeinderat wieder komplett sein. Zurzeit besteht die Exekutive nur noch aus zwei statt fünf Gewählten.

(Bild: Nils Fisch)

Lisa Groelly

Die beiden verbliebenen Titterter Gemeinderäte können aufatmen. Das Gremium, das seit August nur noch aus zwei statt der üblichen fünf Mitglieder besteht und nur dank einer Ausnahmebewilligung des Regierungsrats so geführt werden kann, dürfte bald Verstärkung erhalten.

An einer von Alt-Nationalrat Christian Miesch einberufenen Informationsveranstaltung haben sich vergangene Woche drei Einwohner als Kandidaten zur Verfügung gestellt, wie die «Volksstimme» berichtet. Dass sich gleich drei Leute gemeldet haben, ist erstaunlich, zumal einer der Sitze schon seit Dezember vakant ist und drei Urnengänge bisher erfolglos blieben.

Es drohte Einsatz eines externen Sachwalters

Gemeindepräsident Heinrich Schweizer zeigt sich allerdings nicht ganz überrascht. «Ich hatte erwartet und natürlich auch gehofft, dass durch die inzwischen drei Vakanzen eine neue Dynamik entsteht. Nun ist die Situation dringender, und ich kann mir gut vorstellen, dass die Leute Angst haben, bevormundet zu werden», sagt er zur BaZ. Weil die Ausnahmebewilligung der Regierung nur bis am 20. Oktober gültig ist, hätte der Kanton wohl früher oder später einen externen Sachwalter eingesetzt.

Am 20. Oktober wird die Nachwahl des seit Dezember vakanten Sitzes durchgeführt. Dafür kandidiert Albert Gort, ein Antennen-Kritiker. Erreicht dieser das relative Mehr, ist er gewählt. Dass jemand Gort wegen dessen dezidierter Haltung den Sitz streitig machen könnte, bezweifelt Schweizer. Gort scheint in der Gemeinde eher Anhänger zu haben: Ein Antrag an die Gemeindeversammlung, der im August eingereicht worden ist und verlangt, dass keine neuen Mobilfunkstandorte mehr zugelassen werden und der bestehende Standort nicht auf 5G umgerüstet wird, wurde von 51 Stimmberechtigten unterzeichnet.

Die beiden weiteren Kandidaten treten dann am 24. November zur Ersatzwahl an, bei der das absolute Mehr gilt. Stille Wahlen sind laut Gemeindeordnung nicht zulässig.

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