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Ein Kraftort in ParisTinguely in der Impasse Ronsin – und umgekehrt

Kunst entspringt einer Sackgasse – ganz physisch im Pariser Montparnasse-Quartier. Über hundert Jahre ist sie schon bekannt, die einzigartige Künstlersiedlung.

Jean Tinguely und Claude Lalanne in der Impasse Ronsin, circa 1960.
Jean Tinguely und Claude Lalanne in der Impasse Ronsin, circa 1960.
Foto: Joggi Stoecklin, © 2020/2021 Museum Tinguely, Basel

Inmitten der französischen Hauptstadt, in einem urbanen Soziotop trafen ganz verschiedene Künstleridentitäten aufeinander, arbeiteten nebeneinander und miteinander. Mit seiner neuen Ausstellung ermöglicht das Museum Tinguely über fünfzig Künstlerinnen und Künstlern mit insgesamt über zweihundert Werken einen einem Gesamtkunstwerk ähnlichen Auftritt und zugleich die erste Übersichtsausstellung in einem musealen, institutionellen Rahmen.

Überhaupt ist diese Zusammenstellung aus der Impasse Ronsin bisher einzigartig und neu. Nicht nur die Auswahl selbst, sondern auch die Art und Weise, wie sie präsentiert wird. Es handelt sich um keine gewöhnliche Gruppenausstellung. Die Besucherinnen und Besucher werden auf einen labyrinthartigen Weg geschickt, der die Gestalt der Pariser Sackgasse Impasse Ronsin nachahmt. Zu beiden Seiten erstrecken sich hohe Wände und erinnern an die Gemäuer der dortigen Gebäude. Auf der rechten Strassenseite befinden sich nachgeahmt ehemalige Wohnhäuser, und auf der anderen Seite im Museum geht man links um eine Kurve der kreative Atelierkomplex.

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