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WalgesängeTierisch gute Seismologie

Erdbebenforscher schlagen vor, den Gesang von Finnwalen zur Erforschung des Meeresgrunds einzusetzen, etwa in Bruchzonen, wo Erdbeben entstehen können.

Finnwale singen oft viele Stunden am Stück – mit kurzen Pausen zum Auftauchen und Luftholen.
Finnwale singen oft viele Stunden am Stück – mit kurzen Pausen zum Auftauchen und Luftholen.
Foto: Getty Images

Finnwale haben ein ordentliches Stimmorgan. Ihre Gesänge gehören zum Lautesten, was Tiere im Ozean zu bieten haben – sie erreichen bis zu 189 Dezibel (dB), vergleichbar mit dem Unterwasserlärm eines grossen Frachters. Die Gesänge lassen sich noch in Hunderten Kilometern Distanz nachweisen.

Das hat den Erdbebenforscher Václav Kuna von der Oregon State University in Corvallis, USA, auf den Plan gerufen – eher zufällig, wie er sagt. «Als ich Erdbeben in der Blanco-Bruchzone westlich vor der Küste Oregons untersuchte, fand ich Finnwal-Rufe in den Aufzeichnungen unserer Daten», sagt Kuna. «Aus der Perspektive eines Seismologen fragte ich mich, ob man die Gesänge ähnlich verwenden könnte wie Druckluftkanonen.»

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