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TV-Kritik «Tatort»Sympathie für den Teufel

Kommissar Falke ist im neuen Hamburger «Tatort» zu leichtgläubig. Das ergibt einen nicht sehr plausiblen Krimi. Die Musik aber spielt gross auf.

«Tödliche Flut» heisst der neue Hamburger «Tatort». Für Kommissar Falke (Wotan Wilke Möhring) und die Journalistin Imke Leopold (Franziska Hartmann) kann der Titel durchaus wörtlich verstanden werden.
«Tödliche Flut» heisst der neue Hamburger «Tatort». Für Kommissar Falke (Wotan Wilke Möhring) und die Journalistin Imke Leopold (Franziska Hartmann) kann der Titel durchaus wörtlich verstanden werden.
Foto: Christine Schroeder (NDR)

Irgendetwas stimmt nicht mit dieser Frau. Sie ist Journalistin und auf der ostfriesischen Insel Norderney einer ganz heissen Sache auf der Spur. Weil sie sich von der lokalen Baumafia bedroht fühlt, wendet sie sich an Kommissar Thorsten Falke. Der ist zwar zuerst misstrauisch, aber als auf der Insel auch noch eine Scheibe in Brüche geht, fährt er doch hin.

Ja, merkt er denn nicht, wie die Journalistin die Wirklichkeit manipuliert? Sieht er nicht, wie sie Geschehnisse und Abläufe zurechtbiegt? Man möchte ihm zurufen: He Falke, Fake News, noch nie gehört? Aber er ist blind, nimmt die Frau sogar zu den Verhören und Ermittlungen mit. Kein Wunder: Sie war, wie er seiner Ermittlungspartnerin Julia Grosz bald einmal erklären muss, einst seine Geliebte. Es sei eine «kurze, wilde Affäre» gewesen.

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