Superpuma spürt vermisste Wanderer auf
Zwei Männer und eine Frau haben sich gestern Abend in den Glarner Alpen verirrt. Die Luftwaffe rückte mit einer Wärmebildkamera aus. Die drei Schweizer wurden unverletzt geborgen.

Um drei vermisste Wanderer im Kanton Glarus aufzuspüren, rückte die Luftwaffe in der Nacht mit einem Superpuma-Helikopter mit Wärmebildkamera aus. In den frühen Morgenstunden wurden die Vermissten geortet. Die drei Schweizer sind unverletzt. Die Wanderer waren im Gebiet Selbsanft unterwegs, wie die Luftwaffe mitteilt. Sie wurde gestern Abend kurz nach 22 Uhr vom Schweizer Alpen-Club SAC über die Rega um Unterstützung gebeten.
Die drei Schweizer seien unverletzt geborgen worden, sagte Rega-Sprecherin Karin Hörhager auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Es handelt sich um zwei Männer und eine Frau im Alter zwischen 36 und 39 Jahren, wie Daniel Menzi von der Kantonspolizei Glarus präzisierte. Sie haben sich offenbar auf der Route verirrt und verstiegen.
Tödliches Wanderwochenende
Andere Wanderer hatten nicht so viel Glück: Mindestens vier Menschen sind in den vergangenen Tagen bei Wanderunfällen in den Schweizer Alpen ums Leben gekommen. Im Puschlav im Kanton Graubünden konnte ein zu Tode gestürzter Berggänger dank aufmerksamen Jägern gefunden und geborgen werden.
Der 66-jährige Mann war im unwegsamen und steilen Gelände rund 30 Meter abgestürzt. Er war am Samstagabend als vermisst gemeldet worden, nachdem er von einer Wanderung aus dem Gebiet Scelbez nach Punt da Teo nicht zurückgekehrt war.
Wie die Kantonspolizei Graubünden gestern mitteilte, hörte ein Jäger auf Treibjagd in seiner Nähe ein Mobiltelefon klingeln. Als er kurz darauf einen Rega-Helikopter sah, vermutete er einen Zusammenhang. Mit dem Handy lotsten er und zwei Jagdkollegen den Helikopter zum Unglücksort.
Im Kanton Uri und bei Zermatt
In der Urner Gemeinde Isenthal verunglückte am Samstagnachmittag ein 57-jähriger Berggänger tödlich. Er war mit einer Begleiterin auf Gebirgswanderung im Gebiet Fulen-Chulm gewesen und stürzte auf einem schmalen Bergweg über 100 Meter in steil abfallendes Gelände.
Eine Person, die den Unfall beobachtete, alarmierte daraufhin die Rega, wie das Polizeikommando Uri gestern mitteilte. Die Rega- Crew konnte den Verunfallten zwar rasch ausfindig machen und bergen, aber nur noch den Tod des Schweizers feststellen.
In der Region Zermatt VS kam es am frühen Sonntagnachmittag zu einem weiteren tödlichen Unfall. Ein 46-jähriger Bergsteiger aus Deutschland rutschte auf dem Weg von der Schönbielhütte zur Dent- Blanche-Hütte auf ungefähr 3400 Metern Höhe rund 200 Meter in die Tiefe.
Er und seine drei Kameraden waren nicht angeseilt, wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte. Seine Kollegen schlugen nach dem Unfall sofort Alarm. Die ausgerückte Rettungsequipe konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.
Unfallzeitpunkt nicht bekannt
Im Unterwallis stürzte eine Frau beim Wandern zu Tode. Wanderer bemerkten am Samstagnachmittag auf dem Gebiet von Lourtier die leblos unterhalb eines Wanderweges liegende Frau und schlugen Alarm. Ein Arzt konnte nur den Tod der Wanderin feststellen.
Wann genau die Frau verunfallte, ist laut einer Mitteilung der Walliser Kantonspolizei noch nicht bekannt. Gemäss ersten Erkenntnissen war sie allein unterwegs gewesen.
Auf dem Weg vom Col de Termin zur Berghütte «Prafleuri» sei die Frau wahrscheinlich auf einem verschneiten Weg ausgerutscht und 130 Meter tief abgestürzt, schrieb die Polizei. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein.
SDA/bru
Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch