ABO+

Streit um Mini-Kläranlagen

Stinkbäche gehören der Vergangenheit an, überforderte Klein-Kläranlagen sollen geschlossen werden. Doch die Natur- und Landschaftschutzkommission stellt sich quer.

90 Prozent des Wassers im Fluhbächli rinnt aus dieser veralteten Kläranlage in Titterten. Entsprechend stinkt es in der Umgebung. Foto: AIB

90 Prozent des Wassers im Fluhbächli rinnt aus dieser veralteten Kläranlage in Titterten. Entsprechend stinkt es in der Umgebung. Foto: AIB

Daniel Wahl

Regierungen und Landrat haben den Weg vorgezeichnet: Das ­Baselbiet soll vorwärtsmachen bei der Eliminierung von Mikrosubstanzen in Abwässern. Denn noch immer leitet die Bevölkerung tonnenweise Medikamente, Sonnencreme oder Lösungsmittel in den Rhein ein . Von Mikro­verunreinigungen befreit werden sollen die Gewässer vor ­allem durch den Einbau einer vierten Reinigungsstufe in regionalen Kläranlagen. Dann aber auch durch das Schliessen von kleinen, überforderten Lokal-Kläranlagen. Diese Einleitungen sorgen für stinkige Bachläufe – in erster Linie im Oberbaselbiet. Noch sind 20 solche Mini-Abwasserreinigungsanlagen (ARA) am Netz. Deren Abwässer sollen künftig direkt in grosse Klär­anlagen geleitet werden, wo sie professionell und möglichst ­ökonomisch aufbereitet werden können.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt