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Neue Initiativen angekündigtStrassen in Basel sollen verschwinden

Die Umweltorganisation Umverkehr will den Strassenraum im Stadtkanton weiter reduzieren. Stattdessen sollen Bäume wachsen.

«Bäume statt Asphalt» lautet das Ziel von zwei Stadtklima-Initiativen der Umweltorganisation Umverkehr.
«Bäume statt Asphalt» lautet das Ziel von zwei Stadtklima-Initiativen der Umweltorganisation Umverkehr.
Foto: Georgios Kefalas (Keystone)
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Unter dem Motto «Bäume statt Asphalt» hat die Umweltorganisation Umverkehr im Kanton Basel-Stadt zwei Volksinitiativen lanciert. Ihr Ziel ist es, durch die Reduktion des Strassenraums mehr Raum für Grünflächen sowie den Fussgänger- und Veloverkehr und den öffentlichen Verkehr zu schaffen.

Mit ihren beiden Stadtklima-Initiativen wolle sie einen Beitrag leisten zu mehr Klimaschutz und einer Anpassung der Städte an den Klimawandel, teilte die verkehrspolitische Umweltorganisation am Dienstag mit. Für beide Volksbegehren müssen innerhalb von 18 Monaten je 3000 Unterschriften gesammelt werden.

Mit der Initiative für ein gesundes Stadtklima soll der Kanton in der Verfassung dazu verpflichtet werden, die Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen des Klimawandels wie etwa Hitzetagen und Tropennächten zu schützen. Erreicht werden soll dies mit mehr Bäumen und zusätzlichen Grünflächen.

Die Initiative für eine zukunftsfähige Mobilität verlangt vom Kanton Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen des Verkehrs. Der öffentliche Verkehr, der Fussverkehr und der Veloverkehr sollen dabei Vorrang geniessen. Der Autoverkehr sei in der Schweiz immer noch der grösste CO2-Emittent, hält Umverkehr fest.

Zehn Prozent weniger Strassenraum

Sowohl die Gute-Luft-Initiative wie auch die Zukunftsinitiative fordern eine Verkleinerung des Strassenraums im Stadtkanton. Auf das Jahr 2020 bezogen, soll diese während zehn Jahren je 0,5 Prozent betragen, insgesamt also zehn Prozent.

Stadtklima-Initiativen hat Umverkehr bereits in St. Gallen lanciert. 2021 folgen Bern, Genf, Winterthur und Zürich.

SDA/amu

33 Kommentare
    Michael Kaufmann

    "Während zehn Jahren je 0,5 Prozent betragen, insgesamt also zehn Prozent." Da hatte offensichtlich jemand in Mathe einen Fensterplatz.