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«Party in den USA»Stars feiern Wahlsieg von Biden und Harris

Zahlreiche Prominente in den USA reagieren auf den Sieg der demokratischen Kandidaten mit Jubel, Freudentränen, Dankbarkeit und Erleichterung.

«Also das ist jetzt eine ‹Party in the USA›»: Sängerin Miley Cyrus gratulierte Joe Biden und Kamala Harris.
«Also das ist jetzt eine ‹Party in the USA›»: Sängerin Miley Cyrus gratulierte Joe Biden und Kamala Harris.
Foto: Idris Solomon (Reuters)

«Also das ist jetzt eine ‹Party in the USA», schrieb Sängerin Miley Cyrus, die auch ein gleichnamiges Lied veröffentlicht hat, beim Kurznachrichtendienst Twitter. «Glückwunsch, Joe Biden und Kamala Harris und unser geliebtes Land!», schrieb die Schauspielerin Barbra Streisand. «Ehrlichkeit und Integrität haben gewonnen.»

Zuvor hatten zahlreiche US-Medien auf Basis von Erhebungen und Prognosen Biden und seine künftige Vizepräsidentin Harris zu den Siegern der US-Präsidentschaftswahl erklärt. Der amtierende Präsident Donald Trump wollte Bidens Sieg allerdings zunächst nicht anerkennen.

«Joe Biden, Kamala Harris und das amerikanische Volk, ihr habt uns gerade eine der grössten Taten von Güte und Mut gegeben, die die Menschheit je gesehen hat», schrieb Musikerin Lady Gaga, die mit Biden im Wahlkampf gemeinsam aufgetreten war, bei Instagram. «Nichts als Liebe für unseren neuen Oberbefehlshaber und die erste weibliche Vizepräsidentin, die ins Weisse Haus gewählt worden ist.» Moderatorin Ellen DeGeneres kommentierte: «So viel Geschichte ist heute geschrieben worden!»

«Das Warten hat sich gelohnt», schrieb Sarah Jessica Parker – hier gesehen im Oktober in New York.
«Das Warten hat sich gelohnt», schrieb Sarah Jessica Parker – hier gesehen im Oktober in New York.
Foto: Jose Perez/Bauer-Griffin (GC Images)

Musiker John Legend bedankte sich bei Biden und Harris, dass sie in so «herausfordernden Zeiten» ihrem Land dienen wollten. Schauspielerin Reese Witherspoon sprach von einem «gewaltigen Moment» in der Geschichte der USA. «Heute ist ein guter Tag», schrieb Schauspielerin Jennifer Aniston und Kollegin Sarah Jessica Parker schrieb: «Das Warten hat sich gelohnt.»

«Madam Vice President ist nicht mehr länger eine fiktive Figur.»

Schauspielerin Julia Louis-Dreyfus

«Wir haben es geschafft», kommentierte die Komikerin Amy Schumer. «Weint da noch jemand wie ein Monster?». Unter anderem ihre Komiker-Kollegin Mindy Kaling schloss sich an. «Ich weine und halte meine Tochter», schrieb Kaling bei Instagram zu einem Foto von Kamala Harris. «Schau Baby, sie sieht aus wie wir.» Kaling hat genau wie Harris indische Wurzeln.

Julia Louis-Dreyfus, die für ihre Rolle als US-Vizepräsidentin in «Veep» sechs Emmys gewann, gratulierte Harris. «Madam Vice President ist nicht mehr länger eine fiktive Figur», schrieb die Schauspielerin bei Twitter zu einem Foto von Harris. Schauspieler Alec Baldwin, der bei der Comedy-Show «Saturday Night Live» seit Jahren den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump verkörpert, zeigte sich erleichtert über dessen Wahlniederlage. «Ich glaube nicht, dass ich jemals so überglücklich war, einen Job zu verlieren.»

 «Ich glaube nicht, dass ich jemals so überglücklich war, einen Job zu verlieren»: Alec Baldwin, Trump-Imitator bei «Saturday Night Live».
«Ich glaube nicht, dass ich jemals so überglücklich war, einen Job zu verlieren»: Alec Baldwin, Trump-Imitator bei «Saturday Night Live».
Foto: Will Heath/NBC (Getty Images)

Bereits vor der Verkündung des Wahlsiegers hatten zahlreiche Stars aus dem eher linkslastigen Hollywood in den sozialen Netzwerken bejubelt, dass Trumps demokratischer Herausforderer Biden bei der Stimmauszählung in entscheidenden Bundesstaaten vorne lag.

«Hidden Figures»-Star Octavia Spencer teilte einen Auftritt von Ray Charles mit der Hymne «America the Beautiful» und sprach den Helfern in den Wahllokalen, den Stimmenauszählern und «jedem, der gewählt hat» ihren Dank aus. «Ja!!! Präsident Biden ist auf dem Weg», jubelte Eva Longoria («Desperate Housewives») bereits am Freitag in einem Tweet. Sie würde Tränen vergiessen, die Demokratie habe gewonnen.

«Komm schon, Donald. Gib’s auf. So wie du es auch mit deinen Casinos, deinen Ehefrauen, deinem Gewicht und Covid-19 getan hast.»

«Star Trek»-Schauspieler George Takei

Zahlreiche Stars forderten den amtierenden Präsidenten Trump auf, die Niederlage einzuräumen. «Komm schon, Donald. Gib’s auf. So wie du es auch mit deinen Casinos, deinen Ehefrauen, deinem Gewicht und Covid-19 getan hast», schrieb «Star Trek»-Schauspieler George Takei. «Brautalarm»-Regisseur Paul Feig fasste es ironisch in höfliche Worte: «Lieber Donald Trump, bitte bereite dich auf den Auszug aus unserem Haus vor». Den Tweet unterschrieb er: «Mit freundlichen Grüssen, die Mehrheit der Amerikaner.»

Komiker Seth MacFarlane teilte seinen Twitter-Followern mit, es sei keine Freude, «das Ausrasten» des Verlierers Trump mit anzusehen. Er sei sehr besorgt über dessen Angriffe auf das demokratische System. «Captain America»-Star Chris Evans nannte Trump eine «zum Leben erwachte Toilette», die Lügen speit. Auf Twitter verlinkte er ein Video aus dem Jahr 2008, auf dem der Republikaner John McCain damals seine Wahlniederlage gegen Barack Obama einräumt. Dies sei ein Beispiel für wahre, politische Führung, lobte Evans.

Ariana Grande zeigte sich zu Tränen gerührt. Und auch Sängerin Lizzo zeigte sich nach der Verkündung des Wahlsiegs von Biden und Harris bei Instagram mit Freudentränen in den Augen – aber auch mahnend. «Lasst uns mit der Arbeit beginnen, Amerika. Es ist Zeit, die verantwortlichen Menschen zur Rechenschaft zu ziehen. Es ist Zeit, dass sie zuhören. Und es ist Zeit für wirkliche Veränderungen in unserer Politik und unserem Handeln.»

SDA/oli

32 Kommentare
    Kurt Hunkeler

    "Mit freundlichen Grüssen, die Mehrheit der Amerikaner."

    In Tat und Wahrheit haben gerade mal ein Viertel der US-Amerikaner (Amerikaner ist etwas ziemlich anderes) Biden gewählt, bzw. etwa ein Drittel aller Stimmberechtigten. Wer diesbezüglich von Mehrheit schwadroniert, hat entweder keine Ahnung oder lügt wie gedruckt.