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Europa-League-QualiDer FC St. Gallen scheitert an AEK Athen

Im strömenden Regen von St. Gallen machte der FCSG vieles richtig, wurde aber nicht belohnt. Die St. Galler verloren wegen eines umstrittenen Penaltys 0:1 und sind ausgeschieden.

Das 0:1 gegen den FCSG in der Entstehung.
Video: SRF

Der Vater Grieche, die Mutter Serbin. Aufgewachsen in Wattwil im Toggenburg. Aber die meisten Verwandten von Leonidas Stergiou sind Fans von AEK Athen. Und im Gegensatz zum St. Galler Innenverteidiger konnte die Familie jubeln. Nach etwas mehr als einer Stunde stand das Spiel der St. Galler in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League gegen AEK Athen auf der Kippe.

Die Ostschweizer konnten den Druck aus der 1. Halbzeit nicht mehr ganz so hoch halten und das nutzte AEK mit all seiner Erfahrung. Nelson Oliveira lief allein auf das St. Galler Tor los, Stergiou trennte den Griechen vom Ball, brachte ihn aber ins Stolpern. Torhüter Zigi berühre Oliveira im Fallen und prompt zeigte Ref Hernandez auf den Elfmeterpunkt. Ein hartes Verdikt! Da war sehr wenig Berührung für einen Penalty. Der Gefoulte schoss selber, Zigi wehrte noch ab, aber beim Nachschuss waren die Ostschweizer geschlagen. AEK gewann 1:0. Auch dank einer Leistungssteigerung nach der Pause.

St. Gallen war gegen AEK, das in Europa Stammgast ist, als Aussenseiter gestartet. Ausser Quintilla und Görtler verfügte kein Ostschweizer über internationale Erfahrung. Trotz Aussenseiterrolle startete das Team von Trainer Zeidler gewohnt druckvoll in die Partie und wurde für den Mut fast belohnt. Nach vier Minuten musste AEK-Torhüter Tsintotas gegen seinen eigenen Verteidiger Emanuel Insua retten. Die Ostschweizer kamen durch Kwadwo Duah (37.) noch einmal zu einer guten Möglichkeit. Der Stürmer zog auf Keeper Tsintotas los, schloss aber zu zentral ab. Noch vor dem Spiel hatte Zeidler gesagt: «Wir brauchen einen ganz guten Tag, um zu bestehen.» Sein Team hatte eine sehr gute Halbzeit. Aber auf diesem Niveau reicht das nicht. Die kurze St. Galler Europa-Reise endete gegen AEK, das nun in der nächsten Runde auf Wolfsburg trifft.

St. Gallen – AEK Athen 0:1 (0:0)

SR Hernandez (ESP). Tor: 71. Oliveira (Penalty-Nachschuss) 0:1.

St. Gallen: Zigi; Kräuchi, Stergiou, Fazliji, Muheim; Quintillà; Görtler, Stillhart (74. Youan), Ruiz (74. Ribeiro); Duah (62. Kamberi), Guillemenot.

AEK Athen: Tsintotas; Vasilantonopoulos, Tschygrynsky, Svarnas, Insua; Simoes, Mantalos, Krsticic; Ansarifard (68. Garcia), Oliveira, Livaja (90. Schachow).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Gonzalez und Lüchinger (beide verletzt) und Babic (rekonvaleszent). Athen ohne Helder (suspendiert). – Verwarnungen: 31. Muheim, 35. Liaja, 45. Mantalos, 50. Krsticic, 51. Fazliji (alle Foul). Spiel ohne Zuschauer. Rote Karte gegen Görtler nach Spielschluss.

9 Kommentare
    Arno Mumprecht

    St. Gallen muss ja gegen einen irrsinnig starken Gegner verloren haben! Zeidler erzählte in den Tagen vor dem Match überall und auch allen Journalisten wie stark doch AEK Athen sei. Dies sei nochmals ein ganz anderes Kaliber wie YB und Basel. Da hat sich der gute Zeidler sicher ein paar mal verplappert. Also in der letzten Euroleague Gruppenphase waren sämtliche Gegner von YB und Basel von besserer Qualität wie Athen. Demzufolge ist es nicht so schlimm, dass St. Gallen ausgeschieden ist. Wenn man in der Euroleague bestehen will, muss man ein Heimspiel gegen Athen gewinnen. Ohne wenn und aber.......(auch mit zweifelhaftem Penalty)!!