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Analyse zur TV-Serie «Frieden»SRF und die Schuld der Schweiz

Dass sich das Schweizer Fernsehen mit einem aufwendigen Programm der Schweiz nach dem Weltkrieg widmet, ist eine grossartige Sache – der ständige anklagende Unterton aber fehl am Platz.

Konflikt gleich bei der Ankunft: «Buchenwaldkinder» und Betreuerin in der SRF-Serie «Frieden».
Konflikt gleich bei der Ankunft: «Buchenwaldkinder» und Betreuerin in der SRF-Serie «Frieden».
Foto: Sava Hlavacek/SRF

Es sind die prägendsten Sätze der gesamten Serie. «Wir haben die Nazis überlebt, also werden wir auch die Schweizer überleben», sagt einer der Jugendlichen aus dem KZ Buchenwald, die nach dem Krieg für einen «Erholungsaufenthalt» auf den Zugerberg durften. Ein anderer meint in Anspielung auf seine Erfahrungen mit den Deutschen: «Ihr Schweizer seid halt auch nicht anders.»

War die Schweiz tatsächlich so schlimm wie Nazideutschland?

Der Sechsteiler «Frieden», der diese Woche auf SRF lief, gehört zu den aufwendigsten und teuersten Produktionen in der Geschichte des Schweizer Fernsehens. Drehbuchautorin Petra Volpe arbeitete neun Jahre daran, insgesamt kostete er 8,4 Millionen Franken. Rund um die Serie stellte der Sender ein umfangreiches Rahmenprogramm zusammen über die Schweiz nach Kriegsende mit zahlreichen Dokumentarfilmen, Diskussionen und Befragungen von Zeitzeugen.

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