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«Wir rätseln alle»

Aksel Svindal dominiert in Nordamerika nach Belieben. Aber woher hat er, was Carlo Janka einen «brutalen Grundspeed» nennt?

Gegen ihn ist derzeit kein Kraut gewachsen: Aksel Svindal.
Gegen ihn ist derzeit kein Kraut gewachsen: Aksel Svindal.
Keystone

Wer soll diesen Aksel Svindal schlagen? Das ist derzeit die grosse Frage im Ski-Weltcup. Wie sein Landsmann Kjetil Jansrud vor einem Jahr hat Svindal die ersten drei Speed-Rennen der Saison allesamt gewonnen. Und seine Rivalen fragen sich, woher diese Überlegenheit kommt. Zumal der Norweger den letzten Winter bis auf die WM verletzungshalber verpasst hatte.

«Ich habe diesen perfekten Saisonbeginn geschafft, weil ich mich gut vorbereitet habe, über exzellentes Material verfüge und mit Kjetil Jansrud, der Nummer 1 in dieser Disziplin, trainiere», sagte Svindal am Freitag nach seinem Triumph in der Abfahrt von Beaver Creek. Jansrud unterstrich die norwegische Dominanz mit Platz 2.

Carlo Janka, als Fünfter der beste Schweizer flüchtete sich im Interview mit dem Schweizer Fernsehen in Galgenhumor: «Wenn man der Beste des restlichen Feldes ist, schafft man es vielleicht knapp noch aufs Podest.» Die Norweger hätten einen «brutalen Grundspeed» und könnten es sich so auch erlauben, Fehler zu machen.

«Wir rätseln alle», gab der Österreicher Klaus Kröll gegenüber der Nachrichtenagentur APA zu. «In der Abfahrt hier waren die beiden Norweger noch viel extremer als in Lake Louise. Bei ihnen passt einfach alles und sie fahren auch extrem gut Ski. Wenn Aksel so fährt wie in Beaver Creek, ist er überall gut. Auf uns wartet offenbar mehr Arbeit als wir dachten.»

Krölls Teamkollege Romed Baumann hofft, dass Svindal und Jansrud nur auf dem nordamerikanischen Schnee so grosse Vorteile besitzen. Die Saison sei noch lang, und in Europa sollten die Unterschiede schon nicht mehr so gross sein, erklärte er. Baumann geht davon aus, dass die besonderen Verhältnisse und die Höhenlage in den Rocky Mountains den Norwegern einfach speziell entgegenkomme.

Heute Abend um 19 Uhr steht in Beaver Creek das vierte Speed-Rennen der Saison auf dem Programm. Am Sonntag folgt ein Riesenslalom.

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