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Vonn erhebt schwere Vorwürfe gegen die FIS

Die Kombination in Crans-Montana mutiert zum Chaosrennen. Denise Feierabend stürzt schwer, und der US-Skistar findet deutliche Worte.

Schwerer Sturz: Hier hat sich Denise Feierabend verletzt. <i>Video SRF</i>

Es war eine Sturzorgie zu Beginn des Super-G bei der alpinen Kombination in Crans-Montana. Tessa Worley flog in die Fangnetze, Denise Feierabend stürzte schwer. Das Rennen wurde für kurze Zeit unterbrochen, zu heikel waren die Pisten- und Schneeverhältnisse. Doch auch nach dem Neustart verpassten viele Fahrerinnen die Tore und schieden aus. Für Lindsey Vonn unverantwortlich.

Zuerst vermeldete sie auf Twitter, dass sie die Kombination boykottieren werde, und verlangte von der FIS, das Rennen zu stoppen. Nachdem der Start nach unten versetzt wurde, gab sie sich weiterhin unsicher. Daraufhin entschied sich die 32-Jährige, mit dem gesamten US-Team nicht zu starten.

Im Interview mit SRF sagte die US-Amerikanerin: «Der Schnee war viel zu weich zum Fahren.» Bereits Vorfahrerinnen sind gestürzt, so auch Julia Mancuso. «Sie stürzt sonst überhaupt nicht, dort hätte man reagieren sollen.» Doch niemand habe auf die Athletinnen gehört, das Rennen sei einfach gestartet worden.

«Wir sind nur Frauen, was können wir schon sagen»

Vonn hat daraufhin mit anderen Fahrerinnen die Verantwortlichen um einen Abbruch gebeten. Zu dem ist es aber nicht gekommen. «Es ist sonnig, die Stimmung ist toll. Doch wenn die Sicherheit fehlt: Für was machen wir denn das?»

Die Amerikanerin griff dann auch den Skiverband hart an: «Die bei der FIS denken doch nur, dass wir Athletinnen reden, reden und reden. Wir seien nur Frauen, was können wir schon sagen.» Natürlich sei das völlig falsch. «Bei einem solchen Rennen brauchen wir ein solches Risiko nicht.»

«Das Knie sieht nicht gut aus»

Die gestürzte Denise Feierabend wurde unterdessen ins Spital gebracht. Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann sagte: «Es war ein schwieriger Moment, auch für die Eltern, die im Ziel unten waren.» Diese haben noch kurz mit Feierabend reden können. «Das Knie sieht nicht gut aus», fügte Lehmann hinzu, will sich aber noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. «Es gibt immer Vermutungen, aber wir können hier noch keine Analyse daraus ziehen.»

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