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Schweizer verbessert, Svindal geschlagen

In der Abfahrt von Beaver Creek (USA) hat Aksel Lund Svindal einen Bezwinger gefunden. Der Italiener Christof Innerhofer war um 0,23 Sekunden schneller als der norwegische Top-Favorit.

Gesteigert: Der Walliser Didier Défago kommt so langsam in Schwung.
Gesteigert: Der Walliser Didier Défago kommt so langsam in Schwung.
Reuters

Aksel Lund Svindal, beim Speed-Auftakt der Männer in Lake Louise Doppel-Sieger und in Beaver Creek der Beste des Abschlusstrainings, fuhr stellenweise zu direkt, was ihm Zeitverlust im Mittelteil einbrachte. Dennoch hat Svindal auch auf der Birds of Prey-Piste seine Formstärke eindrucksvoll unterstrichen. Sein Landsmann Kjetil Jansrud wurde unmittelbar hinter ihm Dritter.

Die Schweizer haben sich gegenüber der in Lake Louise erlittenen grössten Abfahrts-Schlappe aller Zeiten verbessern können. Didier Défago und Carlo Janka belegen die Ränge 10 und 11. Die beiden Olympiasieger sind nur durch drei Hundertstel getrennt. Beide büssten auf den ersten 25 Fahrsekunden, wo Gleiter-Qualitäten gefragt waren, zu viel Terrain ein. Patrick Küng, der die Schweizer in Lake Louise im Super-G gerettet hatte, wurde Dreizehnter. Die anderen Swiss-Ski-Athleten zerrissen keine Strecke.

Innerhofers vierter Triumph

Die Abfahrt hatte zäh begonnen. Wegen des Sturzes eines Vorfahrers hatte sich der Start verzögert. Dann schieden Max Franz (Ö) und Tobias Stechert (De), die beide in Lake Louise überrascht hatten, mit tiefen Nummern aus. Stechert hat sich sogar einen Kreuzbandriss zugezogen.

Für Innerhofer ist es der vierte Sieg im Rahmen des Weltcups, der zweite in der Abfahrt. Seinen Premieren-Erfolg in dieser Disziplin hatte der Südtiroler im Dezember 2008 in Bormio errungen. Aus dem italienischen Team konnten sich auch Dominik Paris (5.) und Peter Fill (8.) in den Top 10 einreihen.

Scheibers Vorrücken

Die Österreicher mussten sich mit einer für ihre Verhältnisse mageren Bilanz zufrieden geben. Aufpoliert wurde ihr Mannschafts-Resultat ausgerechnet durch einen, der mit der Nummer 42 ins Rennen gehen musste. Florian Scheiber preschte auf den 4. Rang vor.

Die grossen Überraschungen sind sonst ausgeblieben. Leute wie Travis Ganong (USA), Siegmar Klotz (It) oder Guillermo Fayed (Fr), die im Training auf sich aufmerksam gemacht hatten, konnten im Wettkampf nicht an die Testläufe anknüpfen.

WC-Abfahrt der Männer. Schlussklassement: 1. Christof Innerhofer (It) 1:41,69. 2. Aksel Lund Svindal (No) 0,23 zurück. 3. Kjetil Jansrud (No) 0,50. 4. Florian Scheiber (Ö) 0,60. 5. Dominik Paris (It) 0,85. 6. Georg Streitberger (Ö) 0,87. 7. Johan Clarey (Fr) 0,89. 8. Peter Fill (It) 0,93. 9. Klaus Kröll (Ö) 1,01. 10. Didier Défago (Sz) 1,05. 11. Carlo Janka (Sz) 1,08. 12. Guillermo Fayed (Fr) 1,10. 13. Patrick Küng (Sz) 1,22. 14. Joachim Puchner (Ö) 1,36. 15. Erik Guay (Ka) 1,37. 16. Travis Ganong (USA), Benjamin Thomsen (Ka) 1,38. 18. Marco Sullivan (USA) 1,46. 19. Romed Baumann (Ö) 1,47. 20. Ivica Kostelic (Kro) 1,49. Ferner: 22. Siegmar Klotz (It) 1,51. 24. Hannes Reichelt (Ö) und Jan Hudec (Ka) je 1,61. 26. Adrien Théaux (Fr) 1,63. 28. Manuel Osborne-Paradis (Ka) 1,76. 32. Sandro Viletta (Sz) 1,97. 36. Vitus Lüönd (Sz) 2,13. 45. Silvan Zurbriggen (Sz) 2,63. 47. Christian Spescha (Sz) und Marc Gisin (Sz) je 3,01. - 58 klassiert.

Ausgeschieden u.a.: David Poisson (Fr), Andrej Jerman (Sln), Johannes Kröll (Ö), Tobias Grünenfelder (Sz), Max Franz (Ö), Tobias Stechert (De).

si/fal

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