Zum Hauptinhalt springen

Schweizer Fahrer in der Skischule – und Misstöne an der WM

Schon im Vorfeld der alpinen Weltmeisterschaften in Schladming gilt für die Männer von Swiss-Ski: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Skischule in Vorarlberg? Carlo Janka & Co wurden vom Schweizer Radio verspottet.
Skischule in Vorarlberg? Carlo Janka & Co wurden vom Schweizer Radio verspottet.
Keystone

Österreich amüsiert sich köstlich über das Debakel der Schweizer Männer in diesem Ski-Winter. Schadenfreude ist schliesslich die schönste Freude. Aber auch Schweizer Medien verarbeiten die missliche sportliche Situation unserer Skifahrer mit beissender Ironie. So hat der Radiosender SRF 3 kurzerhand sechs Fahrer von Swiss-Ski für eine Skischule im vorarlbergischen Damüls angemeldet, wie die österreichische Agentur APA meldet.

Per Telefon habe sich ein Radiomitarbeiter nach einem Intensivkurs fürs kommende Wochenende mit sechs Skilehrern für sechs Personen erkundigt. Die Frau am anderen Ende der Leitung sei erst stutzig geworden, als die Namen der Schüler genannt worden seien: Marc Gini, Patrick Küng, Sandro Viletta, Marc Berthod, Didier Défago und Carlo Janka.

Misstöne im WM-Ort

Die Meldung der APA wurde in den Medien unseres östlichen Nachbarlandes genüsslich publiziert. Aber auch die Titelkämpfe selbst, die am Montag mit der Eröffnung beginnen, werden kritisch beurteilt. Wie die «Kleine Zeitung» aus Graz meldet, herrschen in der Region Misstöne um die Marschmusik während der WM. Denn nicht die regionale Militärmusik aus der Steiermark, sondern die Gardemusik Wien kommt zum Handkuss respektive zum Blasen und Spielen.

Die Bevölkerung aus der Steiermark vermutet nun eine politische Intrige. Verteidigungsminister Norbert Darabos wolle sich mit dieser Aktion an seinem SP-Parteikollegen und Landeshauptmann Franz Voves für dessen mangelnde Unterstützung beim Wehrpflicht-Volksbegehren rächen. Im Büro des Verteidigungsministers werden solche Vermutungen abgeblockt. «Das war eine rein militärische Entscheidung», erklärt Heeressprecher Oberst Michael Bauer. Die Entscheidung für die Gardemusik aus Wien habe zwei Gründe: Erstens seien in der Wiener Garde Soldaten aus allen Bundesländern vertreten. Somit werde auch ganz Österreich repräsentiert. Und zweitens sei die Garde sowieso vor Ort. Ihr Einsatz komme so schlicht billiger.

Wer nun auch immer die Musik in Schladming spielen wird – die Schweizer Skifahrer werden es kaum sein.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch