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Rufener wandert aus

Martin Rufener hat in Kanada einen Vertrag als Alpindirektor unterzeichnet. Der 54-Jährige und seine Familie verlegen den Wohnsitz von Unterseen bei Interlaken nach Canmore bei Calgary.

Die Schweizer suchen den Alpinchef, die Kanadier haben ihn gefunden. Martin Rufener wird, wie in dieser Zeitung angekündet, Anfang Juni in die Provinz Alberta dislozieren und das Amt des «Alpine Director Olympic Performance» antreten. Der komplizierte Titel ist mit den Eigenheiten des kanadischen Sportsystems verbunden: Fällt das Wort Olympia, lassen sich für Projekte mehr Gelder generieren.

Der Wirkungskreis des Berner Oberländers reicht grundsätzlich von der Basis bis zur Spitze. Im ersten Winter liegt die Priorität auf der Vorbereitung von Sotschi 2014; entsprechend häufig wird Rufener auf europäischen Skipisten anzutreffen sein. Sein Netzwerk soll Türen offen, sein Fachwissen den Spitzenfahrern um Ex-Weltmeister Erik Guay zusätzlichen Schub verleihen. Parallel dazu wird im Hinblick auf die Winterspiele 2018 in Korea ein Perspektivteam aufgebaut. Sechs Athleten pro Geschlecht aus den Jahrgängen 1993 bis 1995 sollen speziell gefördert werden. Der zweite Schritt sieht vor, die rudimentären Strukturen im Nachwuchsbereich möglichst konkurrenzfähig zu gestalten. Was in Anbetracht der Landesgrösse einer gewaltigen Herausforderung gleichkommt.

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