Zum Hauptinhalt springen

Ligety in eigener Liga – weiteres Schweizer Debakel

Für die Schweizer Alpinen setzt es beim WC-Riesenslalom in Alta Badia eine weitere deftige Niederlage ab. Als einziger Fahrer von Swiss-Ski schafft Manuel Pleisch die Final-Qualifikation.

Demonstration: Ted Ligety fährt der Konkurrenz davon.
Demonstration: Ted Ligety fährt der Konkurrenz davon.
Keystone

Ted Ligety fuhr im ersten Lauf des Weltcup-Riesenslaloms in Alta Badia in einer eigenen Liga und führt das Klassement mit dem Steinzeit-Vorsprung von 2,4 Sekunden an.

Für den dem B-Kader angehörenden Bündner Manuel Pleisch ist es eine Premiere. In seinem elften Weltcup-Riesenslalom erreichte er erstmals das Finale der besten 30. Marc Berthod und Carlo Janka, er mit einem Rückstand von fast acht Sekunden, blieben vorzeitig auf der Strecke. Didier Défago, Thomas Tumler und Christian Spescha schieden aus.

Ligety wie Stenmark?

Die Gran Risa zählt zu den schwierigsten Riesenslalom-Hängen überhaupt. Ligety schien die immense Herausforderung überhaupt nichts anhaben zu können. Der Amerikaner fuhr entfesselt und degradierte seine Konkurrenten zu Statisten. Ligetys Traumlauf vermochte selbst Marcel Hirscher nichts entgegenzusetzen. Der Österreicher, zuletzt Gewinner des Riesenslaloms in Val d'Isère, liegt zwar an 2. Stelle. Aufgrund seines gewaltigen Rückstands ist aber auch Weltcup-Gesamtsieger des letzten Winters im Kampf um den Sieg eliminiert - sofern Ligety im Finale ohne gravierende Fehler durchkommt.

Mehr als die Frage nach dem Sieger dürfte nach Ligetys Machtdemonstration die Statistik interessieren. Schafft es der Amerikaner, sogar den Allzeit-Rekordvorsprung von Ingemar Stenmark zu verbessern? Der Schwede hatte im Januar 1979 in Courchevel (Fr) einen Riesenslalom mit der Marge von 4,06 Sekunden gewonnen. Ligety hatte schon seine Siege in den ersten beiden Riesenslaloms des Winters mit immensem Vorsprung für sich entschieden. In Sölden lag er 2,75, in Beaver Creek 1,76 Sekunden voraus.

Alta Badia (It). WC-Riesenslalom, 1. Lauf. Stand nach 60 Fahrern: 1. Ted Ligety (USA) 1:17,10. 2. Marcel Hirscher (Ö) 2,40 zurück. 3. Alexis Pinturault (Fr) 2,72. 4. Thomas Fanara (Fr) 2,74. 5. Massimiliano Blardone (It) 2,82. 6. Benjamin Raich (Ö) 2,91. 7. Marcus Sandell (Fi) 3,70. 8. Marcel Mathis (Ö) 3,76. 9. Manfred Mölgg (It) 3,84. 10. Aksel Lund Svindal (No) 4,04. Ferner: 27. Manuel Pleisch (Sz) 5,82. - Nicht im zweiten Lauf: 44. Marc Berthod (Sz) 7,75. 46. Carlo Janka (Sz) 7,81. - Ausgeschieden: Didier Défago (Sz), Thomas Tumler (Sz), Christian Spescha (Sz).

si/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch