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Innerhofer brillant – Rückschlag für Schweizer

Der Italiener Christof Innerhofer, am Freitag schon in der Kombi-Abfahrt Erster, ist auch auf der klassischen Lauberhorn-Strecke der Schnellste. Die Schweizer enttäuschen.

Die grosse Freude: Christof Innerhofer freut sich nach seiner fast perfekten Abfahrt in Wengen.
Die grosse Freude: Christof Innerhofer freut sich nach seiner fast perfekten Abfahrt in Wengen.
Peter Klaunzer, Keystone
Packende Bilder von Innerhofers...
Packende Bilder von Innerhofers...
Alessandro Della Bella, Keystone
Aber auch Aksel Lund Svindal kann sich nicht richtig mit dem Lauberhorn anfreunden. Nachdem er ganz oben Bestzeit aufgestellt hat, scheidet er beim Hundschopf aus. Das Netz fängt ihn zum Glück auf, der Norweger bleibt von schweren Verletzungen verschont.
Aber auch Aksel Lund Svindal kann sich nicht richtig mit dem Lauberhorn anfreunden. Nachdem er ganz oben Bestzeit aufgestellt hat, scheidet er beim Hundschopf aus. Das Netz fängt ihn zum Glück auf, der Norweger bleibt von schweren Verletzungen verschont.
Keystone
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Christof Innerhofer, der Super-G-Weltmeister von 2011, fand die Balance zwischen Angriff und Sicherheit am besten. Er sei so aggressiv wie noch nie gefahren. Trotzdem habe er es in keiner Passage übertrieben, erklärte der Sieger. Der 28-jährige Südtiroler triumphierte zum fünften Mal im Weltcup, zum dritten Mal in dieser Disziplin nach Bormio (2008) und Beaver Creek im letzten November.

Innerhofer hatte in Wengen schon vor Jahresfrist überzeugt, als er Dritter geworden war. Mit Klaus Kröll, dem Sieger von 2011, und Hannes Reichelt, dem Zweiten von letzter Saison, tauchten zwei weitere bekannte Gesichter auf dem Wengener Siegerpodest auf. Kröll büsste drei Zehntel auf Innerhofer ein, sein österreichischer Landsmann Reichelt 0,76 Sekunden.

Rückschlag für Janka

Am Freitag hatte Carlo Janka mit dem 3. Platz in der Super-Kombination die 83. Lauberhornrennen aus Schweizer Sicht so richtig lanciert. Tags darauf konnte der Bündner die neu entfachten Hoffnungen der Schweizer Ski-Fans nicht erneut befriedigen. Schon nach dem oberen (Gleiter-)Teil war Janka weit zurückgelegen. Nach knapp zwei Minuten Fahrzeit schied der Riesenslalom-Olympiasieger in einem Super-G-ähnlichen Zwischenteil nach einem Innenskifehler sogar aus.

Der Bündner zeigte sich gegenüber SRF verärgert über seine missglückte Abfahrt. Er hätte schon im oberen Teil viele Fehler gemacht. «Unmittelbar nach dem Rennen fühlt es sich wie ein Tiefschlag an. Gestern gut, heute nicht efüllt. Es waren zwei Gesichter», bezeichnete Janka seine Leistungen am Lauberhorn.

Svindal glücklos in Wengen

Auch für die weiteren Schweizer setzte es im Heimrennen vor allem Enttäuschungen ab. Trotz idealen – weil ganz tiefen – Startnummern reichte es Patrick Küng (15.) und Silvan Zurbriggen (19.) nicht in die Top 10. Auch Abfahrts-Olympiasieger Didier Défago, der Sieger von 2009 am Lauberhorn, konnte mit über zwei Sekunden Rückstand und dem 17. Platz die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen.

Aksel Lund Svindal, der vor Wengen beste Speed-Fahrer des Winters, war im obersten Teil vier Zehntel schneller unterwegs als Innerhofer. Doch der Norweger landete nach einem Fahrfehler unmittelbar nach dem Hundschopf in den Sicherheitsnetzen. Svindal blieb unverletzt und konnte auf den eigenen Ski zu Tal fahren. In Wengen scheint der Norweger glücklos zu sein.

Wengen. Weltcup-Abfahrt der Männer: 1. Christof Innerhofer (It) 2:29,82. 2. Klaus Kröll (Ö) 0,30. 3. Hannes Reichelt (Ö) 0,76. 4. Erik Guay (Ka) 1,15. 5. Johan Clarey (Fr). 6. Romed Baumann (Ö) 1,30. 7. Andrej Sporn (Sln) 1,35. 8. Adrien Théaux (Fr) 1,41. 9. David Poisson (Fr) 1,42. 10. Joachim Puchner (Ö) 1,50. Ferner: 15. Patrick Küng (Sz) 1,95. 17. Didier Défago (Sz) 2,11. 19. Silvan Zurbriggen (Sz) 2,20. 24. Vitus Lüönd (Sz) 3,20. 31. Marc Gisin (Sz) 4,01. 35. Sandro Viletta (Sz) 5,29. 38. Tobias Grünenfelder (Sz) 5,82. - Ausgeschieden: u.a. Carlo Janka (Sz) und Aksel Lund Svindal (No).

si/fal

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