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Heute könnte die 160-km/h-Marke geknackt werden

Die Wetterprognosen für das Spektakel heute Mittag sind besser als befürchtet. Küng und Zurbriggen erhielten zwei der beliebten tiefen Startnummern. Favoriten sind aber andere.

Platz 3 in der Super-Kombination: Carlo Janka auf der Lauberhornabfahrt. (18. Januar 2013)
Platz 3 in der Super-Kombination: Carlo Janka auf der Lauberhornabfahrt. (18. Januar 2013)
Keystone

Für die Lauberhornabfahrt heute um um 12.30 Uhr wird ein bewölkter Himmel vorausgesagt, von dem manchmal die Sonne scheint. Es bleibt trocken und die Strecke sollte wolken- und nebelfrei bleiben.

Die Temperaturen steigen auf -5 bis -3 Grad. Am Vormittag kommt oberhalb des Hundschopfs Südwestwind auf, mit Böen bis zu 50 km/h. Das könnte das Rennen beeinflussen. Am Abend dreht der Wind auf Südost, das heisst: Guggiföhn mit Spitzen von bis zu 90 km/h.

Küng 2 – Janka 23

In Wengen ist eine tiefe Nummer oft ein Vorteil, doch Carlo Janka, der in der Weltrangliste auf den 19. Rang zurückgefallen ist, hatte bei der Auslosung kein Glück. Er hätte wie Patrick Küng (2) und Silvan Zurbriggen (4) eine der sieben tiefsten Nummern erwischen können, doch er muss mit der 23 unmittelbar hinter Klaus Kröll und Dominik Paris aus der Top-Gruppe starten.

Didier Défago, der einzige Schweizer in den Top-15 der Welt, erhielt bei der öffentlichen Auslosung auf dem Dorfplatz die 13. Vitus Lüönd wird die 35 tragen, Marc Gisin, der aus den Top-30 geflogen ist, die 37. Marc Berthod, der überraschende Sechste der Kombinationsabfahrt, reiste bereits ab. Er bestreitet heute den Europacup-Riesenslalom von Kirchberg.

Premiere steht bevor

Die Favoriten bestätigten ihre Rolle mit den gestrigen Fahrten auf der verkürzten Strecke der Super-Kombination. Christof Innerhofer (It) und Hannes Reichelt (Ö) fuhren die besten Zeiten. Wie gut ihnen die Strecke am Lauberhorn liegt, bewiesen sie bereits vor einem Jahr, als sie mit Sieger Beat Feuz das Podest komplettierten. Aksel Svindal hingegen, im Training 1. und 4., verliess den Zielraum etwas ratlos. Er hatte fast eine Sekunde auf Innerhofer verloren, «aber ich habe nirgends einen Fehler gespürt. Hoffentlich finde ich ihn in der Videoanalyse.»

Die anderen Favoriten schonten gestern im Hotel ihre Oberschenkel: Klaus Kröll (Ö) und die Franzosen Johan Clarey und Adrien Théaux. Eines haben sie alle gemeinsam: Am Lauberhorn siegten sie noch nie. Anders wäre das bei Carlo Janka. Er hat nach der gestrigen Vorstellung Aussenseiterchancen.

Rasen mit 160 km/h

Im Haneggschuss, dem längsten und schnellsten Schuss im Weltcupzirkus, wurde die Speedmessung im Vergleich zum Vorjahr weiter nach unten verlegt, an die Stelle mit dem höchsten Tempo. Das führt dazu, dass erstmals seit 2005 am Lauberhorn wieder die Spitzengeschwindigkeit gemessen werden kann. In der gestrigen Kombinationsabfahrt war Janka mit 158,77 km/h der Schnellste, knapp vor dem Finnen Andreas Romar. Das gilt als «Weltrekord». Entthront wurde der Italiener Stefan Thanei, der in der Kombi-Abfahrt 2005 auf 156,96 km/h gekommen war.

Solche Speedmessungen sind umstritten. Lange galt die Rekordjagd als verpönt. Jetzt sagt Renndirektor Günter Hujara: «Auf einer Abfahrt gibt es langsame und schnelle Stellen. Wenn es der längste Schuss im Weltcup erlaubt und es ungefährlich ist, kann man dort auch Höchstgeschwindigkeiten erreichen. Es liegt nicht an uns, die Geräte zu manipulieren.» Heute könnte die 160-km/h-Marke geknackt werden. Dazu muss ein Fahrer nach Langentreien die Einfahrt optimal erwischen.

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