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Weshalb Blatter kaum ins Gefängnis muss

Wer wird der nächste Fifa-Präsident? Kehrt im Hauptquartier jetzt endlich Ruhe ein? Die drängendsten Fragen und Antworten nach den Sperren gegen Sepp Blatter und Michel Platini.

Fifa-Finanzchef Markus Kattner (links) und Issa Hayatou der aktuelle Chef.
Fifa-Finanzchef Markus Kattner (links) und Issa Hayatou der aktuelle Chef.
PD

Muss Sepp Blatter ins Gefängnis?

Kaum. Die Bundesanwaltschaft ermittelt zwar wegen Verdachts auf Veruntreuung und ungetreue Geschäftsbesorgung gegen ihn – es geht um die 2-Millionen-Zahlung an Michel Platini und um einen für die Fifa «ungünstigen» TV-Vertrag. Im Grundsatz ist dafür eine Maximalstrafe von fünf Jahren Gefängnis vorgesehen. Zellenzeit ist damit nicht ausgeschlossen. Der Walliser ist aber nicht einschlägig vorbestraft. Er könnte also mit Milde rechnen. Kommt dazu, dass es Jahre dauern würde, bis das Bundesgericht ein allfälliges Blatter-Urteil bestätigt hätte. Er wäre längst über 80 Jahre alt – damit würden die Chancen steigen, dass er nicht mehr «hafterstehungsfähig» wäre, die Strafe also aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr absitzen müsste. Ob es so weit kommt, ist ungewiss: Es kann auch sein, dass die Fahnder die Untersuchung einstellen. Für Blatter gilt die Unschuldsvermutung.

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