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Wenn der Weltmeister disqualifiziert wird

Dem Kubaner Dayron Robles ist bei den Leichtathletik-WM in Daegu der Titel über 110 Meter Hürden wieder aberkannt worden. Gold geht an Jason Richardson aus den USA.

Der Grund für den chinesischen Protest beim WM-Final über 110 m Hürden: Der Kubaner Dayron Robles (r.) berührt den Chinesen Liu Xiang. Der siegreiche Robles wird später von der Jury disqualifiziert.
Der Grund für den chinesischen Protest beim WM-Final über 110 m Hürden: Der Kubaner Dayron Robles (r.) berührt den Chinesen Liu Xiang. Der siegreiche Robles wird später von der Jury disqualifiziert.
Keystone
Profiteur des erfolgreichen Protestes ist der Amerikaner Jason Richardson, der überraschend die Goldmedaille schnappt.
Profiteur des erfolgreichen Protestes ist der Amerikaner Jason Richardson, der überraschend die Goldmedaille schnappt.
Keystone
Ätsch, das Gold gehört mir: Trey Hardee aus den USA feiert nach seinem Triumph im Zehnkampf.
Ätsch, das Gold gehört mir: Trey Hardee aus den USA feiert nach seinem Triumph im Zehnkampf.
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Der chinesische Verband legte einen Protest gegen den 24 Jahre alten Weltrekordhalter ein, weil er Liu Xiang auf den letzten Metern des Endlaufs mit einer Handberührung behindert haben soll. Robles wurde disqualifiziert und der überraschende Amerikaner Richardson zum Weltmeister erklärt. Der 24-Jährige war nach 13,16 Sekunden hinter Robles (13,14) ins Ziel gelaufen. Neuer Silbermedaillen-Gewinner ist Liu (13,27), auf den Bronze-Rang rückte der Brite Andrew Turner (13,44) vor. Es läuft allerdings ein Einspruch der Kubaner gegen diesen Entscheid.

Die Amerikanerin Carmelita Jeter ist Weltmeisterin über 100 Meter. In 10,90 Sekunden setzte sich die 31-jährige WM-Dritte von 2007 und 2009 gegen die Jamaikanerin Veronica Campbell-Brown (10,97) und Kelly-Ann Baptiste (Trinidad und Tobago/10,98) durch. Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (Jamaika) musste sich mit Platz vier und 10,99 Sekunden bescheiden.

Eine Weltmeisterin aus Botswana

Amantle Montsho aus Botswana ist erstmals Weltmeisterin über 400 Meter geworden. Die Aussenseiterin gewann in 49,56 Sekunden vor der Topfavoritin Allyson Felix aus den USA (49,59). Montsho eroberte die erste WM-Medaille überhaupt für ihr afrikanisches Land.

Insgesamt gab es am Montag sechs Weltmeister. Hammerwerfer Koji Murofushi (Jap/81,24) siegte mit bloss sechs Zentimetern von Krisztian Pars (Un). Weltmeisterin im Kugelstossen wurde die in Magglingen trainierende Neuseeländerin Valerie Adams. Das Gold im Stabhochsprung gewann der Pole Pawel Wojciechowski mit 5,90 m im zweiten Versuch.

Pistorius ohne Chance

Für Blade Runner Oscar Pistorius ist der Traum vom Einzug in den WM-Final über 400 m geplatzt. Der erste beinamputierte Athlet bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften scheiterte als Achter in seinem Halbfinallauf und blieb mit 46,19 Sekunden mehr als eine Sekunde über seiner Bestzeit von 45,07. Im Siebenkampf führt die Favoritin Jessica Ennis (Gb) nach dem 1. Tag klar mit 4078 Punkten.

si/fal

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