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Sommerheld Sergei Aschwanden hört auf

Zwei Tage nach Athen-Olympiasieger Marcel Fischer ist mit Judoka Sergei Aschwanden ein weiterer Schweizer Weltklasse-Athlet aus einer Sommer-Sportart zurückgetreten.

Im Oktober hatte Sergei Aschwanden bereits bekannt gegeben, dass er pausieren will. Seine letzten Auftritte fanden darum nicht auf der Judomatte statt. Sondern an der James Bond-Premiere in Emmen am 4. November...
Im Oktober hatte Sergei Aschwanden bereits bekannt gegeben, dass er pausieren will. Seine letzten Auftritte fanden darum nicht auf der Judomatte statt. Sondern an der James Bond-Premiere in Emmen am 4. November...
Keystone
...und am spassigen Super-Zehnkampf auf dem Eis mit Sarah Meier am 31. Oktober.
...und am spassigen Super-Zehnkampf auf dem Eis mit Sarah Meier am 31. Oktober.
Keystone
...oder bei Fotoaufnahmen für den Sporthilfe-Kalender 2005.
...oder bei Fotoaufnahmen für den Sporthilfe-Kalender 2005.
Keystone
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Mit der 28-jährigen Bielerin Lena Göldi gab an einer Medienkonferenz in Magglingen zudem die Judo-Olympia-Neunte von Athen 2004 ebenfalls ihren Rücktritt bekannt. Aschwanden und Göldi wollen sich fortan auf ihr Sportstudium konzentrieren.

Durch den Rücktritt von Aschwanden und Göldi entsteht im Schweizer Judo eine Lücke, die in näherer Zukunft kaum geschlossen werden kann. Der knapp 34-jährige Aschwanden war in diesem Jahr in Peking mit dem Gewinn von Olympia-Bronze im Limit bis 90 kg einer der grossen Schweizer Sporthelden. An den Olympischen Spielen in Sydney und Athen war Aschwanden eine Gewichtsklasse tiefer (81 kg) jeweils nach dem ersten Kampf auf der Strecke geblieben. In Peking schaffte er mit grandiosem Kampfwillen und stählernen Nerven den nicht mehr erwarteten Turnaround und krönte seine eindrucksvolle Karriere.

Die Tragödie von Athen

Lena Göldi war 2003 EM-Zweite. Zudem gewann sie Anfang 2007 das renommierteste Judo-Weltcup-Turnier der Welt, das Tournoi de Paris. Fuss- und Schulterverletzungen sowie Krankheit behinderten Lena Göldi in der kurz darauf beginnenden Olympia-Qualifikation für Peking 2008. Eine zweite Olympia-Teilnahme nach Athen 2004 verpasste sie deshalb. Göldi war 2004 bei Olympia in Athen zudem die tragische Schweizer Sportheldin gewesen. Sie errang zwei Siege trotz eines Kreuzbandrisses im rechten Knie. Im Viertelfinal musste sie wegen erneutem Wegknicken des Knies aufgeben. Die TV-Bilder und Fotos dieser Sportler-Tragödie sorgten schweizweit für Aufsehen.

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