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Sm’Aesch dominiert, ist fürs Rückspiel aber gewarnt

Die Baselbieterinnen gewinnen das Sechzehntelfinal-Hinspiel im Challenge-Cup gegen die Bulgarinnen von Levski Sofia mit 3:1 Sätzen.

Jubel über den Europacupsieg im heimischen Löhrenacker. Foto: Kostas Maros
Jubel über den Europacupsieg im heimischen Löhrenacker. Foto: Kostas Maros

Man schrieb den 27. Januar 2016, als die Spielerinnen von Sm’Aesch-Pfeffingen den israelischen Meister Kvar Saba mit 3:1 bezwangen und sich damit den Einzug in die Viertelfinals des Challenge-Cups sicherten. Trotz der Wiederholung dieses Exploits im folgenden Jahr haben sie seitdem im Löhrenacker kein Europacupspiel mehr gewonnen. Es gab wichtige Siege auswärts oder vor Jahresfrist vor eigenem Publikum den Golden-Set-Erfolg gegen die Belgierinnen von Oudegem. Dieser Last-Minute-Sieg ging jedoch in der St.-Jakobs-Halle über die Bühne.

Gestern durften die 640 Sm’Aesch-Fans endlich wieder über einen Europacupsieg im heimischen Löhrenacker jubeln. Die Birstalerinnen bezwangen im Sechzehntelfinal-Hinspiel des Challenge-Cups Levski Sofia mit 3:1 (25:21, 25:21, 26:28, 25:15) und haben sich damit für das Rückspiel am 19. Dezember eine ausgezeichnete Ausgangslage verschafft.

Anfänglich souverän

Was resultatmässig nach einer klaren Sache tönt, verlief auf dem Feld aber keineswegs ganz einseitig. Das junge Team des bulgarischen Traditionsvereins wehrte sich nach einem 0:2-Satzrückstand und einem fast uneinholbar scheinenden 14:20 in Abschnitt drei nämlich bravourös, setzte sich in der Satzverlängerung nach zwei abgewehrten Matchbällen mit 28:26 durch und war so – wie aus dem Nichts – im Match zurück.

Zuvor hatte lange fast alles nach einem diskussionslosen 3:0-Erfolg des Heimteams ausgesehen. Die Birstalerinnen gingen sehr fokussiert in die wichtige Partie und führten dank einer Achtpunkte-Serviceserie von Passeuse Megan Cyr nach wenigen Minuten schon 8:3. Sie hielten diesen Vorsprung bis zum 25:21-Satzgewinn sicher. Auch dank der stark angreifenden Dora Grozer (insgesamt 18 Punkte) blieb die Heimequipe am Drücker und lag auch in Durchgang zwei durchgehend in Führung. Das Angriffsduo Grozer und Taylor Fricano ergänzte sich jetzt vorzüglich, und auch Captain Madlaina Matter als anfänglich einzige Schweizerin auf dem Feld – Stammkraft Gabi Schottroff fehlte angeschlagen (Rücken) – skorte noch und noch.

Der mit vier bulgarischen Nationalspielerinnen nach Basel gereiste Gast leistete sich auf der anderen Seite in dieser Phase einige Eigenfehler zu viel, um Sm’Aesch in wirkliche Bedrängnis zu bringen.

Weil aber ein Volleyballspiel wie im Tennis bis zum letzten Punkt nicht entschieden ist und die Equipe von Headcoach Andreas Vollmer den komfortablen Vorsprung in Durchgang drei auf fahrlässige Art preisgab, mussten die Baselbieterinnen eine Zusatzschlaufe absolvieren. Dank einem raschen 9:1-Vorsprung liessen sie im vierten Satz jedoch nichts mehr anbrennen und dominierten bis zum 25:15 jetzt wieder klar.

Der aktuelle NLA-Tabellenführer wird im Rückspiel am 19. Dezember in Sofia aber gut daran tun, von Anfang an hellwach zu sein, um die zwei benötigten Satzgewinne für das Weiterkommen möglichst rasch ins Trockene zu bringen. Ein Sieg oder eine knappe 2:3-Niederlage wären ausreichend, bei einem 0:3 oder 1:3 müsste aber der Golden Set (ein Zusatz-Tie-Break auf 15 Punkte) die Entscheidung bringen.

Sm’Aesch-Pfeffingen – Levski Sofia 3:1

(25:21, 25:21, 26:28, 25:15)

Löhrenacker. – 640 Zuschauer. – SR: Senyurt (Tür)/Kolos (Bih).

Aesch: Cyr (5 Punkte), Maeder, Matter (12), White (5), Grozer (18), Schirmer (2), Zaugg (2), Chrtianska (2), Fricano (18), Saita, Saladin.

Sofia: Georgieva, Yordanova, Dimitrova, Peychinova, G. Becheva, Dzhondrova, Rachkovska, E. Becheva, Petkova, Krasteva, Karakasheva.

Bemerkungen: Aesch ohne Schottroff (Rückenprobleme).

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