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Schwing-Höhepunkt am Zürcher Stadtrand

Das Kilchberger Schwinget in zwei Wochen ist die Revanche für das Eidgenössische von 2007.

Das Kilchberger findet nur alle sechs Jahre als Einladungsturnier für die 60 besten Schwinger der regionalen Teilverbände statt und ist eine geschlossene Gesellschaft für 13 000 Besucher ohne eigentlichen Ticketverkauf. Auch diesmal wird der amtierende Schwingerkönig auf dem gemeindeeigenen Gutsbetrieb Uf Stocken in der Nähe der Zürcher Stadtgrenze nicht triumphieren. Jörg Abderhalden, der 2002 den Schlussgang gegen den Innerschweizer Daniel Odermatt gewann, hat sich von seiner schweren Schulterverletzung noch nicht erholt.

Schläpfers neue Funktion

Ernst Schläpfer gelang dieses Kunststück 1984 als bisher einzigem Athleten. Für den heutigen Obmann des Verbandes ist das 15. Kilchberger Schwinget der erste wichtige Anlass in seiner neuen Funktion. Besonderen Wert legte er auf Anpassungen in der Infrastruktur.

Denn die letzten beiden Feste waren 1996 und 2002 bei misslichsten äusseren Bedingungen buchstäblich fast ins Wasser gefallen. So lässt das OK in den kommenden Tagen zwei Sitzplatz-Tribünen für fast 8000 Zuschauer errichten. Und in einem zusätzlichen, grossen Festzelt sollen am 7. September in der Mittagspause gegen 4000 Essen ausgeliefert werden. Schläpfer fühlt sich dem Ort des Festes hoch über dem See auch sonst verbunden, weil seine Mutter vor rund 60 Jahren auf dem Bauernhof als Magd angestellt war.

Schläpfer möchte in zwei Wochen verschiedene Neuerungen testen, damit sich die Athleten im Sägemehl besser unterscheiden lassen. Immerhin will das Schweizer Fernsehen an diesem Sonntag erstmals sieben Stunden live aus Kilchberg berichten. Seit vier Jahren ist das Schwingen definitiv zum Trendsport geworden, das hohe Einschaltquoten verspricht.

Der Angriff der Berner

Weil Abderhalden fehlt, ist die Palette der möglichen Sieger breit. Die Berner meldeten ihre Ansprüche mit dem Seriensieger Christian Stucki an, der von einer ganzen Reihe von Talenten unterstützt wird. Bei den Nordostschweizern sollte Stefan Fausch, der sich auf der Schwägalp an den Rippen verletzte, schwingen können. Der ehemalige König Nöldi Forrer läuft dem grossen Sieg seit einigen Jahren hinterher. Gestern präsentierte er auf dem Musterbetrieb immerhin schon einmal den Siegermuni Silvio.

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