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Paolo Bettini nähert sich der WM-Form

Nach der Enttäuschung in Peking meldet sich der Italiener zurück – mit einer Kampfansage für die Strassen-WM. Er gewann die 6. Vuelta-Etappe in Toledo vor Philippe Gilbert (Be) und Alejandro Valverde (Sp).

Auf dem Rundkurs an der Grossen Mauer war Bettini beinahe verzweifelt. Alle seien gegen ihn gefahren, lamentierte er, nachdem er kein Mittel gefunden hatte, die hartnäckige Überwachung zu durchbrechen. Anders nun in der Vuelta. In der Achterbahn-Anfahrt zum ansteigenden Ziel hielt sich Bettini stets in den vordersten Positionen und reagierte derart prompt auf den Antritt von Philippe Gilbert (Be), dass der Tagessieger schon 150 m vor dem Zielstrich feststand.

Mit seinem insgesamt vierten Etappensieg in der Vuelta beseitigte Bettini auch alle Zweifel an seiner Form. Im Verlaufe dieser Saison war es dem zweifachen Strassenweltmeister nie gelungen, an die weit erfolgreicheren Vorjahre anzuknüpfen. Vier bescheidene Siege vermochte «il grillo» seiner Bilanz beizufügen, ehe er nun in der Vuelta seine Qualitäten als Finisseur bestätigte.

Goldenes Leadertrikot für Chavanel

Die zwei Sekunden Rückstand von Sylvain Chavanel nach dem Zeitfahren vom Mittwoch liessen erwarten, dass der Franzose versuchen würde, Levi Leipheimer als Gesamtersten zu entthronen. Chavanel nutzte dazu die beiden fliegenden Wertungen im Schlussteil des über 150 km führenden Tagespensums. Die Helfer des Franzosen packten ihre Aufgabe im Sinne eines Mannschaftszeitfahrens an und führten ihren Teamcaptain zum Gewinn beider Wertungen, womit Chavanel seinen Rückstand in einen Vorsprung von zehn Sekunden auf Leipheimer umwandeln konnte.

Chavanel, der erstmals das Leadertrikot einer grossen Landesrundfahrt übernommen hat, wird sich allerdings 24 Stunden gedulden müssen, bis er seine Auszeichnung den Zuschauern vorführen kann. Heute Freitag geniessen die Fahrer den ersten der beiden Ruhetage. Die Vuelta wird am Samstag mit der Bergankunft in Andorra fortgesetzt.

si/cal

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